Kommt die „abgespeckte Variante“?

Stadtbus fährt vorerst weiter

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Für den Stadtbus wird’s in manchen Rödermärker Straßen regelmäßig sehr eng. Jetzt stellt die Stadt weitere Halteverbotsschilder auf.

Rödermark - Der Probebetrieb des Stadtbusses läuft nicht rund. Den Versuch aber deshalb - wie von der FDP-Fraktion gefordert - vorzeitig einzustellen, kommt für die Stadt nicht in Frage. Die Verträge seien einzuhalten, sagt Bürgermeister Roland Kern.

Sonst drohten womögliche Schadenersatzforderungen. Jetzt will die Stadt die Linienführung optimieren. Auch soll geprüft werden, ob sich eine „abgespeckte Variante“ lohne. Denkbar ist offenbar, dass der Bus nur noch für den Schülertransport und zu den Tagesspitzenzeiten eingesetzt wird. Eventuell werden auch kleinere Fahrzeuge als bisher genutzt.

Nach den Osterferien wird der Bus im Stadtteil Ober-Roden nicht mehr durch die Babenhäuser Straße und die Borngartenstraße fahren. Stattdessen rollt er aus Richtung Breidert durch die Dieburger Straße und hält an der evangelischen Kirche. In Urberach wird die Linie bis zur Straße Am Bienengarten weitergeführt. Wegen der „Unvernunft mancher Parker“, so der Bürgermeister, müssten nun im Hallhüttenweg zusätzliche Parkverbotsschilder aufgestellt werden. Der Bus kam dort mehrfach nicht durch. Viele hätten sich an das bestehende Parkverbot einfach nicht gehalten.

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Kern widerspricht der Behauptung, der Bus transportiere hauptsächlich Luft und verpeste mit seinen Leerfahrten unnötig die Gegend. Etwa 130 bis 160 Fahrgäste seien (ohne die zahlreichen Schüler) täglich gezählt worden. Busunternehmer Hain habe den Eindruck gewonnen, dass die Einführung des Rödermärker Stadtbusses besser funktioniere als damals beim Stadtbus Rodgau.

In Rödermark gibt es das Angebot seit 6. August 2012. Der Probebetrieb (und somit alle bisherigen Verträge) laufen bis Ende 2014. Kern versichert, die Stadt bewege sich derzeit „im geplanten finanziellen Kostenrahmen“. Die maximale Zuschusshöhe liegt bei jährlich 90 000 Euro. Im Sommer möchte die Stadt entscheiden, ob der Bus über den Probebetrieb hinaus weiter fahren soll. Im Haushaltskonsolidierungskonzept zählt der Stadtbus ab 2015 zu jenen 160 Maßnahmen, die gekürzt werden könnten, um die städtischen Finanzen zu sanieren. Der Bürgermeister weist darauf hin, dass es wesentlich teurer kommen würde, einen reinen Schülerbus anzubieten. Denn dann fallen Zuschüsse weg, die das Land für Buslinien zahlt, die dem öffentlichen Personennahverkehr dienen. Die Jahreskosten würden von 90 000 auf 170 000 Euro steigen.

(bp)

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Quelle: op-online.de

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