Stadtverordnetenversammlung

Ex-Rektorin Chefin im Parlament

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Brig itte Beldermann ist seit Dienstagabend Stadtverordnetenvorsteherin. In ihrer ersten Sitzung lief die Uhr für die Redner noch großzügig.

Rödermark - 28 Ja-Stimmen, sechs Mal Nein, drei Enthaltungen: Mit einem eindeutigen, aber keinesfalls einstimmigen Ergebnis wählte die Stadtverordnetenversammlung Brigitte Beldermann von der Anderen Liste zu ihrer neuen Vorsteherin.

Das Traumergebnis ihres zum Ersten Stadtrat aufgestiegenen Vorgängers Jörg Rotter (37 Ja-, zwei Nein-Stimmen) verfehlte die pensionierte Schuldirektorin zwar. Doch sie schnitt besser ab als Maria Becht, die 2006 - bei damals noch 45 Stadtverordneten - 17 Gegenstimmen bekam.

Rödermarks erste Bürgerin ist 72 Jahre alt und eine politische Seiteneinsteigerin. Sie gehört dem Parlament erst seit 2011 an. Aber gerade deshalb trauen ihr AL und CDU jene Portion Überparteilichkeit zu, die für die Leitung der Sitzung nötig ist.

In ihrer kurzen Antrittsrede lobte Brigitte Beldermann Rotter als „umsichtig, klug und ausgleichend“. Die 39 Stadtverordneten aus fünf Fraktionen forderte sie zu Achtung und gegenseitigem Respekt auf, um das „hohe Gut der parlamentarischen Demokratie“ zu schützen. Ein paar mahnende Worte gab Brigitte Beldermann aber auch der schwarz-grünen Koalition mit auf den Weg in den Rest der Wahlperiode: Alle Argumente, besonders die der Minderheit, müssen wieder gehört werden. 

(lö)

Politiker und ihre Affären

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Quelle: op-online.de

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