Vereine kommen und gehen

Städtische Förderliste: Dokument des Wandels

Rödermark - Die Vereinswelt wandelt sich weiter. Züchter und Sänger verschwinden aus der Förderliste der Stadt, die „Freunde im Dinjerhof“ kommen dazu.

Die aktuelle Rödermärker Vereinsförderliste unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht sonderlich von der der vergangenen Jahre. Sie enthält 70 Namen - 20 in der Kategorie Sport, 50 in der Kategorie Kultur, Soziales und Sonstiges. Gestrichen wurde der Brieftaubenverein Luftpost Ober-Roden, der sich Ende 2017 aufgelöst hat. Das wundert niemanden, denn Aktivitäten gab"s schon lange keine mehr.

Überraschender ist das Aus des Volkschores Ober-Roden als eigenständiger Verein. Die Sänger schlossen sich bei einer außerordentlichen Hauptversammlung im November der Turnerschaft als Abteilung an und wurden aus dem Vereinsregister gelöscht. Die neue Rechtsform war nötig geworden, weil sich der Chor nicht mehr regelmäßig trifft und nur noch sporadisch in Erscheinung tritt.

Das hat Konsequenzen für die Förderung. Die Stadt stuft die Mitglieder der TS-Gesangsabteilung als passiv ein, das bringt dem Verein weniger Zuschüsse.

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Neu in der Förderliste sind die „Freunde im Dinjerhof“. Sie haben sich im Oktober 2015 gegründet und die Förderung von Kunst, Kultur, Denkmalschutz und Brauchtum zum Ziel erklärt. Sie haben im „Dinjerhof“ in der Pfarrgasse Konzerte, Kabarett und Theater organisiert und dabei mit dem Alternativen Zentrum, dem „Endlisch Musigg“-Orchester und dem Heimat- und Geschichtsverein zusammengearbeitet. Die „Freunde im Dinjerhof“ haben 69 Mitglieder, darunter fünf Jugendliche, und sind vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Die Stadt unterstützt ihre Vereine mit rund 210 000 Euro pro Jahr. Die sogenannte Basisförderung kommt besonders Vereinen, die eine intensive und damit teure Jugendarbeit betreiben, zugute. Weitere Kriterien sind die Mitgliederzahl sowie eigene Hallen oder Plätze. Daher bekommen die großen Sportvereine auch das meiste Geld.

Spitzenreiter ist der MTV Urberach gefolgt von Turnerschaft und Turngemeinde Ober-Roden sowie dem KSV Urberach. Bei den Musikverein liegt der MV Viktoria 08 Ober-Roden vor den „06ern“ aus Urberach und den „03ern“ aus Ober-Roden.

Die Stadt hatte die Vereinsförderung 2014 im Zuge der Haushaltskonsolidierung auf 162 000 Euro gekürzt, voriges Jahr jedoch wieder um 39 Prozent (oder 50 000 Euro) aufgestockt. (lö)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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