Ständiges Auf und Ab im Haushaltsloch

Rödermark - In finanziell schweren Zeiten sind schon halbschlechte Nachrichten gute Nachrichten. Die Stadt hat nach Auskunft von Kämmerer Alexander Sturm 2010 „nur“ 8,1 Millionen Euro Defizit eingefahren. Von Michael Löw 

Im Haushaltsplan musste er noch von 10,9 Millionen Euro ungedeckter Ausgaben ausgehen. Die so genannte Ergebnisverbesserung im geprüften Jahresabschluss 2010 setzt sich wie folgt zusammen:

  • 1,1 Millionen Euro mehr Gewerbesteuer
  • 400.000 Euro mehr Gemeindeanteil an der Einkommensteuer
  • 1,1 Millionen Euro weniger Ausgaben durch eine sparsam wirtschaftende Verwaltung
  • 670.000 Euro weniger Zinsen, weil die Finanzverwaltung teure Kredite umgeschuldet hat.

Ein Teil der Mehreinnahmen beziehungsweise Minderausgaben werden allerdings durch höhere Umlagen aufgefressen. Allein an den Kreis musste die Stadt voriges Jahr 400.000 Euro mehr zahlen als sie einkalkuliert hatte.

Rödermark hat als eine der ersten Kommunen im Kreis seine Jahresrechnung schon fertig gestellt und geprüft. Danach hat die Stadt zwar ein Eigenkapital von 79 Millionen Euro. Dem stehen allerdings 30 Millionen Euro langfristiger Schulden und 22 Millionen Euro kurzfristiger Kassenkredite gegenüber.

Doch nicht nur diese Zahlen alarmieren den Kämmerer. Im Haushalt 2011 sind acht Millionen Euro Miese veranschlagt. Und die wird die Stadt allen bisherigen Berechnungen zufolge auch nicht reduzieren können. Im Haushalt 2012, den Sturm am 4. Oktober im Stadtparlament einbringt, dürfte die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben erneut weit auseinander klaffen. Die Konjunktur schwächelt wieder, die eigenen Sparmöglichkeiten sind weitgehend ausgereizt.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio.de/Ernst Rose

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