„Star Wars“-Lesung im „Rothaha“-Saal

Geröchelt wie Darth Vader

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Drei Dinge braucht Detlev Nyga: eine leere Blechdose, um die Stimme von Darth Vader zu kopieren, eine Ausgabe der „Star Wars“ und ein Lichtschwert, um den Gegner zu bedrohen.

Ober-Roden - Die Helden der „Star Wars“-Saga waren mit ihren Raumschiffen im „Rothaha“-Saal des Bücherturms gelandet. Mit einer Blechbüchse und einem Lichtschwert bewaffnet stellten die Schauspieler Detlev Nyga und Marc Ermisch den Krieg der Sterne vor.

Wer die Augen schloss und sich mitreißen ließ vom Hintergrundssound und den gelesenen Texten, der fühlte sich mitten drin in dem von George Lucas verfilmten Epos. Die Sternenkrieger Luke Skywalker und sein Vater Anakin alias Darth Vader, Obi-Wan Kenobi, Yoda oder Prinzessin Leia - sie alle schienen durch die intergalaktische Weite der Bibliothek zu schweben.

Schlug man die Augen auf, waren es nur zwei Männer, zwei leere Blechbüchsen und zwei unerlässliche Lichtschwerter, die die Helden zum Leben erweckt hatten. Dazu kamen zwei Ausgaben „Krieg der Sterne“, aus denen die Schauspieler Detlev Nyga und Marc Ermisch lasen. Mit den leeren Dosen verwandelten sie ihre Stimmen in die tief atmende von Darth Vader oder die seltsam anmutende von Obi-Wan, allein mit ihren Stimmen ließen sie Chubacca höchst lebendig vor sich hinknurren oder Prinzessin Lea lieblich flüstern.

Schauspieler bei den Hanauer Grimm-Festspielen engagiert

Ein echtes Vergnügen, was die Schauspieler - derzeit bei den Hanauer Grimm-Festspielen engagiert - den Besuchern boten. „Wir haben uns nur zweimal getroffen zum Proben, aber wir hatten viel Spaß dabei“, schmunzelten die Akteure nach der Premiere. Und der Spaß übertrug sich aufs Publikum. Die Älteren genossen jede neue Stimmfärbung und jeden satirisch angelegten Satz, die Jüngeren hatten einfach Spaß am Geschehen und den immer wieder mal geschwungenen Lichtschwertern. Und als diesen gefährlichen Waffen zuletzt Seifenblasen entstiegen, entlud sich die Spannung in schallendes Gelächter. Was auch gut war, denn so manche Tochter flüchtete bei Darth Vaders grausam anmutendem Röcheln lieber auf Vaters Schoß, während die Söhne mutig in den ersten Reihe ihre Lichtschwerter kreisen ließen.

Star Wars: Eine Welt und ihr Schöpfer

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Ein herrliches Vergnügen war’s, das Stadtbücherei und Sozialer Dienste auf die Beine gestellt hatten. Für Detlev Nyga und Marc Ermisch war’s hoffentlich kein einmaliges Vergnügen: Sie sollten mit der „Star Wars“-Nummer auf Tour gehen.

chz

Quelle: op-online.de

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