Außer Betrieb

Schlaglöcher: Starenkästen dürfen nicht blitzen

+
Die Blitzer dürfen keine Fotos mehr von Rasern machen.

Rödermark (lö) - Autofahrer in der Rodaustraße müssen derzeit keine Angst haben, von einem der Starenkästen geblitzt zu werden. Das ist die überraschende Erkenntnis einer SPD-Anfrage zur Lärmbelästigung an dieser Hauptverbindungsstraße.

Die Hessische Eichdirektion, so Bürgermeister Roland Kern, hat den beiden Tempomessgeräten im Sommer das Prüfsiegel verweigert, weil der Asphalt zu schlecht ist. „Vor einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage muss der Fahrbahnbelag homogen und eben sein“, erläuterte Bernhard Schmidt vom Eichamt in Darmstadt gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Holpert ein Auto durch einen Riss oder ein Schlagloch, trifft das Vorderrad mit zu großer Wucht auf die Kontaktschleife. Schmidt: „Dann wird das Messergebnis verfälscht.“

Lesen Sie auch den Kommentar:

Auf Nummer sicher gehen

Klartext: Autofahrer, die sich brav an das Limit von 50 Stundenkilometern halten, werden unter Umständen zum Temposünder. Die Eichdirektion erlaubt den Neustart erst, wenn die die Stadt Fahrbahndecke davor erneuert. Grundsätzlich jedoch sei Raserei in der Rodaustraße kein Thema, antwortete Kern der SPD. Bei Kontrollen mit dem mobilen Blitzer habe die Ordnungspolizei festgestellt, dass nur acht Prozent der Autofahrer zu schnell unterwegs sind. 80 Prozent von ihnen überschreiten die Höchstgeschwindigkeit maximal um zehn Stundenkilometer.

Quelle: op-online.de

Kommentare