Kinder lernen, Fremde auf Distanz zu halten

Vorsicht vor zu viel Freundlichkeit

Die „Regenbogen“-Kinder lernten bei Hauptkommissar Detlef Renker, sich von keiner Versprechung locken zu lassen.

Ober-Roden - Ein falscher Opa verunsichert seit zwei Wochen Eltern in Babenhausen, Schaafheim und Dieburg. Der spricht Kinder vor Kindergärten an - vielleicht um sie in sein Auto zu locken.

Die künftigen Erstklässler des Kinderhauses „Unter dem Regenbogen“ sind auf solche Situationen vorbereitet. Mit einem Polizisten trainieren sie, was zu tun ist, wenn Fremde vertraut tun. Die Großen des Kinderhauses „Unter dem Regenbogen“ sahen sich zum Abschluss ihres „Starke Kinder“-Projektes einem Unbekannten gegenüber, der ihnen Versprechungen machte. Da galt es dann das, was besprochen worden war – nämlich sich nicht auf Fremde einzulassen –, umzusetzen und sich zu behaupten.

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Mit einem lauten „Stopp“ und ausgestrecktem „Schutzschild“, ihrer Hand, ließen die starken Regenbogen-Kinder den Mann, Polizeihauptkommissar Detlef Renker vom 2. Revier Offenbach, nicht zu nah an sich ran und machten hautnah die Erfahrung, wie es ist, wenn man sich bedroht fühlt. Nachhaltig haben dann Renker und die Erzieherinnen mit den Kindern das Erlebte aufgearbeitet: Die gedrehten Videosequenzen wurden sowohl mit den einzelnen Kindern als auch mit den Eltern reflektiert. Die Erzieherinnen Kerstin Lorenz und Michi Heeg meinen stellvertretend für alle Kolleginnen aus dem Kinderhaus: „Bei 31 angehenden Schulkindern hat unser Starke-Kinder-Projekt in diesem Jahr besonders viel Zeit in Anspruch genommen. Aber dank guter Organisation im Haus kam jedes Kind zum Zug. Es hat sich wieder gelohnt.“

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Damit falsche Opas und andere angebliche Angehörige keine Chance haben, gibt die Polizei folgende Tipps:

  • Kinder müssen wissen, wer sie von der Kita abholen darf und bei wem sie ins Auto steigen dürfen.
  • Eltern müssen ihren Kindern beibringen, dass sie auch Erwachsenen gegenüber „Nein!“ sagen dürfen.
  • Kinder müssen lernen, dass sie sich sofort an den nächsten Erziehungsberechtigten wenden dürfen, wenn ihnen jemand nicht geheuer ist.
  • Fremde, die sich gezielt an Kinder wenden, sollten sofort an Erwachsene verwiesen werden.

(lö)

Quelle: op-online.de

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