Urberacher „Gänseeck“ war Montagabend Kurzzeit-Vogelkolonie

Stelldichein der Störche

+
Heißt das „Gänseeck“ hinter der Urberacher Kirche demnächst vielleicht „Storcheneck“? Das Foto, das Bäckermeister Wolfgang Löbig am Montagabend geschossen hat, legt diese Vermutung nahe.

Urberach - 17 Störche bevölkerten am Montagabend den Turm des Feuerwehrhauses und ein Dach am „Gänseeck“. Das Spektakel fiel etlichen Lesern auf, die uns Fotos und Informationen schickten.

Feuerwehrchef Dieter Rumpf erwischte die weiß-schwarzen Übernachtungsgäste auf dem Dach des Schlauchturms.

Es gibt einfach schöne Zufälle im Leben. Am Sonntagnachmittag unternahmen der Freundeskreis der Stadtbücherei und der Heimat- und Geschichtsverein Rödermark einen literarischen Spaziergang durch Urberachs Ortskern. Dr. Jochen Schick und Patricia Lips sahen Orwischs Herzstück mit den Augen des Dichters und Büchnerpreis-Trägers Nikolaus Schwarzkopf. Auf dem Gallusplatz, mit Blick aufs „Gänseeck“, las Dr. Schick Auszüge aus der 1954 erschienenen Geschichte „Die Störche von Urberach“, die rund ums „Gänseeck“ spielt, wo Storch Karolus an der Kirche landet und auch seine Karoline findet. Just an diesem Haus – ganz nebenbei Wohnort der HGV-Vorsitzenden Patricia Lips („Man selbst sieht ja nie, was einem so auf dem eigenen Dach sitzt!) – landeten tags darauf wie ein lebendiger Beweis der alten Geschichte zehn Störche, ehe sie zum Feuerwehrturm weiterflogen. Bäckermeister Wolfgang Löbig mailte uns ein Bild der Vogelkolonie noch am späten Abend - obwohl sein Arbeitstag gestern Morgen um drei begann.

Zufall Nummer zwei: Die Störche auf den Mobilfunkantennen des Feuerwehrhauses fielen so gegen 18 Uhr dem Urberacher Wehrführer Dieter Rumpf ins Auge. Er zählte 17 Großvögel, die offenbar auf ihrem Zug nach Süden zwischen Feuerwehrturm und dem „Gänseeck“ pendelten. „So etwas habe ich noch nie gesehen, obwohl ich im Ortskern aufgewachsen bin“, erzählte Dieter Rumpf.

Dindim und Inky - Tierische Internetstars 2016

Spätabends schaute er nochmals nach den gefiederten Besuchern, da schliefen die Störche auf dem Feuerwehrturm. Morgens um 5 Uhr war das Dach leer. Da hatten sich die Störche wohl wieder auf die Reise gemacht.

Für den Kerbspruch waren die Übernachtungsgäste zu spät. Doch spätestens die Fastnachter werden vorschlagen, das Urberacher „Gänseeck“ in „Storcheneck“ umzubenennen. (chz/lö)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare