Wo bitte geht’s nach Waldacker?

Straßenkreuzung ist Sperrgebiet

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Aus Dietzenbach auf der B459 (Vélizystraße) mit Blick auf die Waldacker-Kreuzung: Gesperrtes Gebiet ohne jegliche Erklärung.

Waldacker - Die Mauern zwischen Ost und West sind seit 25 Jahren gefallen, doch neue Barrieren machen den Autofahrern rund um Waldacker das Leben schwer. Von Christine Ziesecke 

Wer etwa Freitag Nacht von Dreieich über die Kreisquerverbindung nach Waldacker wollte, fand sich plötzlich in auswegloser Lage. Abbiegen nach Waldacker nicht möglich, alles verbarrikadiert – und das ohne jegliche Vorwarnung. Ähnliches berichtet Annemarie Eck im Waldackerer Quartiers-Blog vom Samstag Morgen, als ihr Mann, von Dietzenbach kommend, keine Chance hatte nach Waldacker zu gelangen. „Das Schlimme war, dass man die Autofahrer ohne vernünftige Beschilderung bis zu den Absperrungen fahren ließ, wo natürlich Chaos war, weil alle dort wenden mussten. Es gab keinerlei Vorwegweiser, die auf die Sperrungen hingewiesen hätten und keinerlei Ausweichmöglichkeiten.“

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Zwei Hauptachsen gesperrt: Umleitungen eingerichtet

Tatsache ist: Die Zufahrt von der Waldacker-Kreuzung in den Ort ist aus keiner Richtung möglich. Und das, obwohl die Bauarbeiten noch nicht begonnen haben. Ab der Fußgängerampel war die B 459 in Richtung Waldacker-Kreuzung gesperrt. Dort gab es keine Ausweichmöglichkeit mehr, man musste wenden. Von der Kreisquerverbindung aus Dietzenbach ließ man die Autofahrer ab der Shell-Tankstelle in Richtung Waldacker-Kreuzung fahren, aber kurz vor der Kreuzung konnten sie nur noch umdrehen.

Was nun? Eine Umleitung sucht man vergebens.

Am Sonntagmorgen war die Situation nicht besser: Kein einziges Schild außer Verbotsschildern und Warnbaken weist auf die noch nicht eröffnete Baustelle hin. Es gibt weder Vorwegweiser noch eine Umleitungsempfehlung. Richtet man sich nach den Schildern, gibt es keine Möglichkeit nach Waldacker, zu kommen. Beispiel: Kurz vor der Dietzenbacher Shell-Tankstelle an der Kreisquerverbindung heißt es: „Ortsumfahrung über Industriegebiet Süd“, auf dem nächsten Schild wenige Meter danach wird die Zufahrt zum „Industriegebiet Süd“ mit zwei dicken roten Balken für gesperrt erklärt.

Wo Autofahrer am längsten im Stau stehen

Wo Autofahrer am längsten im Stau stehen

Seit dem Jahr der Fahrbahnerneuerung der Bundesstraße 459 sind vor allem die Bürger in Waldacker nicht mehr verwöhnt. Sie sollten damals rund 21 Kilometer Umweg über Rodgau fahren, wenn sie etwa bei Rewe in Ober-Roden ein Brot kaufen oder zum Friedhof wollten. „Hessen mobil“, das für die Arbeiten zuständig ist, kann vielleicht manche Arbeiten wirklich nicht anders lösen. Dafür mag der Bürger Verständnis haben oder nicht. Doch dass ortsunkundige Autofahrer ungewarnt vor Barrieren stehen und ohne jegliche eindeutige Beschilderung ihrem Schicksal überlassen werden, ist wahrlich kein Service am Bürger.

Die einzigen Möglichkeiten etwa von Dietzenbach nach Waldacker zu kommen sind derzeit über Hexenberg, am Schwimmbad vorbei, vor Offenthal in Richtung Urberach abzubiegen, oder über Rollwald – Ober-Roden – Waldacker. Doch die Situation soll sich ja in den nächsten Wochen mehrfach ändern, dann wird’s wieder spannend.

Quelle: op-online.de

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