Recycling-Unternehmer kritisiert Äußerungen

„AL betreibt Geschäftsschädigung“

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Erd- und Sandhügel auf dem Gelände des Recycling-Unternehmers Jörg Rügemer.

Urberach - Recycling-Unternehmer Jörg Rügemer wirft dem AL-Fraktionsvorsitzenden Stefan Gerl üble Nachrede und Geschäftsschädigung vor.

Gerl hatte bei einer Diskussionsveranstaltung seiner Partei eine nachträgliche Umweltverträglichkeitsprüfung gefordert, weil die Maschinen zur Bauschutt-Aufbereitung zu laut seien und von den Sandbergen zuviel Staub in die Wohngebiete wehe. Außerdem befürchtet Gerl, dass der Lkw-Verkehr zum Reccyclingplatz das Messenhäuser Kapellchen gefährdet. Abhilfe, so der Grünen-Politiker, könne nur eine Querspange am Kapellchen vorbei schaffen - bezahlt von der Firma Rügemer. Wir haben darüber am 1. September berichtet.

„Es ist eine Frechheit zu behaupten, dass unsere Lkw eine Gefahr für die Dreifaltigkeitskapelle darstellen“, konterte gestern Geschäftsführer Jörg Rügemer. Denn seit etwa einem halben Jahr gilt ein generelles Lkw-Durchfahrtsverbot für den Ortseingang von Messenhausen. Der Recyclingplatz darf nur noch von Süden aus angesteuert werden. Gerls Forderung, dass das Recycling-Unternehmen die Mini-Umgehung an der Kapelle bezahlen soll, kann Rügemer nicht nachvollziehen. Schließlich würde auch der Schwerverkehr anderer Firmen über die Messenhäuser Straße rollen. „Oder fliegen die?“, fragt Rügemer spitz.

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Eine nachträgliche Umweltverträglichkeitsprüfung lehnt Rügemer ab. Auf dem Recyclingplatz würden Maschinen eingesetzt, die den neuesten Lärm- und Emissionsvorgaben entsprechen. Erst vorige Woche hätten Mitarbeiter des Regierungspräsidiums bei einem Vor-Ort-Termin erklärt, dass die Firma Rügemer den Lagerplatz „konform mit dem Genehmigungsbescheid betreibt“. Bevor der AL-Fraktionsvorsitzende etwas anderes behauptet, solle er sich doch erst einmal bei der Darmstädter Behörde informieren.

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„An den Haaren herbeigezogen“ sind nach Ansicht Rügemers auch die Vorwürfe, dass der Recyclingplatz die angrenzenden Wohngebiete - vor allem Messenhausen - mit Lärm und Staub überziehe. Er überlege deshalb, gegen den AL-Fraktionsvorsitzenden wegen übler Nachrede vorzugehen. Hintergrund des Streits zwischen der AL und dem Unternehmen sind Pläne der schwarz-grünen Koalition, das Gewerbegebiet „Am Hainchesbuckel“, in dem auch der Recyclingplatz liegt, neu zu ordnen. (lö)

Quelle: op-online.de

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