Wegen abgewiesener Kinder

Streit um Schule neu entflammt

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Rödermark - Viertklässler aus Rödermark sollen nicht länger das Nachsehen haben, wenn ihr Wunschgymnasium überfüllt ist.

Diese Ungerechtigkeit namens „Wohnortnähe“ hatten in Sommer 24 Kinder zu spüren bekommen, die ans Ricarda-Huch-Gymnasium nach Sprendlingen wechseln wollten und mit dem Hinweis auf ihre Dreieicher Altersgenossen abgewiesen wurden.

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CDU, AL, SPD und FDP hatten in einem gemeinsamen Antrag das Staatliche Schulamt aufgefordert, für eine gerechteres Vergabeverfahren zu sorgen, bei dem die Entfernung zwischen Wohnung und Schule keine Rolle mehr spielt. Die Schulen würden nicht von einzelnen Städten betrieben, sondern vom Kreis, dem Rödermark genauso angehört wie Dreieich, sagte der CDU-Stadtverordnete Ralph Hartung. Er ist Rektor in Neu-Isenburg. Die vier Fraktionen wollten am Dienstagabend auch die Freien Wähler für ihren Vorstoß gewinnen. Doch deren Fraktionsvorsitzender Manfred Rädlein kritisierte, dass der neue Antrag nur alte Fehler verwalte: 2006 - damals war er Fraktionsvorsitzender der FDP - hatte die schwarz-gelbe Koalition ein eigenständiges Gymnasium für Rödermark gefordert. Die CDU habe dieses Wahlversprechen zwei Mal gebrochen. Zuletzt 2011, als sie eine Koalition mit dem erklärten Gymnasiumsgegner AL einging.

Mit diesem Vorwurf will die FDP von ihren eigenen Fehlern ablenken, konterte der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Gensert. Es seien Rödermärker Liberale wie Jutta Schwarz gewesen, die im Kreistag das Gymnasium blockiert hätten.

Quelle: op-online.de

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