Streit um Taubenplage geht weiter

Ober-Roden ‐ Taubenplage mitten in Rödermark und kein Ende: Bürgermeister Roland Kern (AL) hegt massive Zweifel an Behauptungen von Züchter Rolf Wiederspahn, wonach Unbekannte Gift verstreut hätten. Von Michael Löw

Zum zweiten Mal haben Unbekannte in der Glockengasse angeblich Gift verstreut, um Tauben zu töten. Zwei bis drei Handvoll roter Weizenkörner seien über sein Hoftor geworfen geworden. Das jedenfalls behauptet Rolf Wiederspahn, auf dessen Grundstück zeitweise 200 bis 300 verwilderte Haustauben eine Heimat gefunden hatten. Ob auch Vögel verendeten, wusste er gestern nicht. Ende November hatte Wiederspahn erstmals vergifteten Weizen und angeblich vier tote Tauben gefunden.

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„Ich tue nichts, was ich nicht tun darf“, verteidigte sich Wiederspahn gegen Vorwürfe, er füttere die Tauben weiterhin an. Das Ordnungsamt habe ihm vor „eins bis zwei Monaten“ eine Belehrung verschickt, die ihm untersagt, Tauben auf öffentlichen Flächen zu füttern. Körner auf seinem Grundstück auszustreuen, sei ihm nicht verboten worden. An diese Vereinbarung halte er sich.

„Eine solche „Vereinbarung“ gibt es nicht“, widerspricht Bürgermeister Roland Kern (AL) Wiedserspahn. Die Stadt habe Wiederspahn vielmehr auf Anfrage informiert, dass die Gefahrenabwehrsatzung nur für öffentliche Flächen gelte, nicht für sein Privatgrundstück. Seinerzeit war er gebeten worden, nur noch das Restfutter zu verfüttern. Alles andere war Wiederspahns Interpretation.

Kern zweifelt die versuchten Taubenvergiftungen an: „Im Übrigen liegen uns noch keine polizeilichen Hinweise darüber vor, dass vor einigen Wochen tatsächlich Giftfutter ausgebracht wurde.“ Auch habe niemand außer Rolf Wiederspahn einen toten Vogel gesehen.

Quelle: op-online.de

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