Streit um Taubenplage wird schärfer

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Die Taubenplage im Zentrum von Ober-Roden erhitzt die Gemüter.

Ober-Roden ‐ Die Taubenplage im Zentrum von Ober-Roden erhitzt die Gemüter. Was sagt Züchter Rolf Wiederspahn, was sagen Nachbarn, Behörden, Tierschützer und Zuchtvereine? Von Michael Löw

Der Taubenhalter: Rolf Wiederspahn hat die Einfluglöcher seines Taubenschlags dicht gemacht, früher und gründlicher als es das Kreisbauamt vorige Woche angeordnet hat. „Ich habe meine Auflagen erfüllt, jetzt ist die Gemeinde dran“, fordert Rolf Wiederspahn erneut ein städtisches Taubenhaus.

Die Tierschützer: „In Ober-Roden spielt sich ein Tierdrama ab“, sagt Karin Schmidt. Die Mühlheimerin engagiert sich in einer Stadttaubenstation in Frankfurt.

Der Anfang im Tauben-Streit:

Taubenplage mitten im Ort

Die Nachbarn: Geschäftsleute, Hausbesitzer und Mieter aus dem Zentrum von Ober-Roden haben sich in den vergangenen Wochen massiv bei der Stadt über die Taubenplage beschwert. „Das geht schon seit Jahren so, Herr Wiederspahn streut schon seit Jahren Futter in seinem Hof aus“, sagt Veronika Schräck-Schrod, an deren Mietshaus der umstrittene Taubenschlag grenzt.

Der Taubenhalter: Rolf Wiederspahn hat die Einfluglöcher seines Taubenschlags dicht gemacht.

Die Behörden: „Wir haben kein Fütterungsverbot verhängt“, wies Kreissprecherin Kordula Egenolf Wiederspahns Auslegung der Nutzungseinschränkung gestern gegenüber unserer Zeitung zurück. Bürgermeister Roland Kern hatte schon am Freitag von „nicht zumutbaren Zuständen“ gesprochen.
Die Taubenzuchtvereine: Die Vereine wollen Wiederspahn wegen Tierquälerei anzeigen. Schwerber hat auch einen Vorschlag, die Plage in den Griff zu bekommen: die Schläge vorläufig tagsüber wieder zu öffnen. Abends, wenn die Vögel ruhen, könne man den Schlag verschließen und sie fangen.

Quelle: op-online.de

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