Stromlieferant Amprion schafft Platz im Umspannwerk

Strommasten sind jetzt nur noch Altmetall

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Bis zu 51 Meter hoch und 33,5 Tonnen schwer waren die Strommasten, die im Umspannwerk jetzt in Einzelteilen verschrottet wurden. Weitere Motive in der Galerie.

Urberach - Wie Streichhölzer durchtrennt die Schneidzange des Baggers spielerisch die dicken Stahlstreben. Kein Wunder: Die Zange baut einen Druck von 300 Bar auf.

Ruckzuck sieht die zuvor abgetrennte Spitze des Strommasts aus wie ein Haufen umgefallener Mikadostäbchen – und landet in Einzelteilen krachend in einem Container. Der Stromversorger Amprion baut derzeit deutschlandweit sein Stromnetz im Zuge der Energiewende aus. Eine Möglichkeit, möglichst ressourcenschonend mehr Strom zu transportieren, besteht darin, die Spannung bestehender 220-kV-Leitungen und Umspannanlagen wie in Rödermark-Urberach auf 380 Kilovolt zu erhöhen. Um Platz für die Umbaumaßnahmen zu schaffen, wurden im Umspannwerk Urberach drei alte Strommasten abgebaut – 43 und 51 Meter hoch und 23 und 33,5 Tonnen schwer. Über Jahrzehnte dienten sie der Stromversorgung – jetzt sind sie Altmetall. Freileitungsmonteure der Hartema Leer GmbH schweißten die Streben durch, dann schwebten die Einzelteile am Kranhaken zu Boden, bevor der Schneidebagger ganze Arbeit leistete. Dank des guten Wetters (Windstille) gingen die Arbeiten viel schneller als geplant. (bp)

Abbau von Strommasten in Urberach: Bilder

Quelle: op-online.de

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