Stühlerücken im Parlament

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Noch hat im Sitzungssaal der Stadtverordneten das große Stühlerücken nicht begonnen. Erst im Sommer soll der Mehrzweckraum in der Halle Urberach umgebaut werden. Derzeit herrscht dort Sitzungspause. Hallenmeister Ronald Stöhr hat den Saal mit einer hölzernen Trennwand in zwei gleich große Hälften geteilt. In einer davon lagert das Mobiliar für die Parlamentssitzungen. Die Stadtverordnetenvorsteherin und der Magistrat sollen künftig an der Fensterseite Platz nehmen. Vor ihnen säßen die Abgeordneten dann im Halbkreis.

Rödermark (bp) ‐ Das Geld aus den Konjunkturpaketen von Land und Bund zur Ankurbelung der Wirtschaft beschert dem Parlament eine neue Sitzordnung. Möglich wird die Umgruppierung im Zuge der Renovierung des Mehrzweckraums der Halle Urberach.

Dort tagen die Abgeordneten. Die neue Sitzordnung soll vorteilhafter sein als die bisherige Anordnung der Möbel. Seither nehmen die Stadtverordnetenvorsteherin Maria Becht und der Magistrat an der Wand links vom Haupteingang Platz. Die Parlamentarier sitzen seitlich in Gruppen davor. Das Rednerpult steht unscheinbar in einer Ecke. Sowohl manche Abgeordnete als auch Redner am Pult sind nicht von allen Plätzen im Saal aus zu sehen. Dieser unglückliche Zustand soll sich ändern. Nach dem Umbau werden die Stadtverordnetenvorsteherin und der Magistrat an der sanierten Fensterfront des Saals sitzen. Davor wird mittig das Rednerpult platziert. Die Fraktionen sitzen dann im Halbkreis davor. Diese Pläne gab gestern der Erste Stadtrat Alexander Sturm auf Anfrage unserer Zeitung bekannt.

Liste vollständig abgearbeitet

Die Renovierung des Mehrzweckraums wird etwa 670.000 Euro kosten. Das Geld kommt aus den Konjunkturpaketen. Ab Februar werden die Aufträge vergeben. Für den Umbau sind sechs Wochen in der Sommerpause vorgesehen. Was wird im Mehrzweckraum gemacht? Neue Toiletten, Dachdämmung, neue Fassade, Einbau einer Lüftungsanlage, neue Beleuchtung / Beschallung, Austausch des Fußbodenbelags, Auffrischung der Wände und Decken.

Bis 31. Dezember vergangenen Jahres konnte die Stadt Maßnahmen beantragen, die aus den Konjunkturpaketen gezahlt werden. Dafür hatte es eine Prioritätenliste gegeben. Es ist der Verwaltung gelungen, trotz Zeitdrucks diese Liste vollständig abzuarbeiten. Alle gewünschten Projekte wurden angemeldet und sind bereits zum Teil erledigt. Im Vordergrund standen Maßnahmen zur Energieeinsparung. Zum Beispiel gab es sieben neue Heizungen (Halle Urberach, Rathaus Urberach, Feuerwehr Urberach, JUZ / Bücherturm Ober-Roden, Töpfermuseum, Sozialrathaus, Kiga Waldacker). Allein die Heizanlagen kosteten 289.850 Euro. Ins Rathaus Ober-Roden werden 555.500 Euro gesteckt (Dach, Elektroinstallation, Fassade, Fenster, WCs, Brandschutz). Das Rathaus Urberach wird für 183.600 Euro aufgemöbelt (Beleuchtung, WCs, Brandschutz, Decken). Und die neuen Fenster und die Fassadensanierung bei der Feuerwehr in Urberach schlagen mit 47.300 Euro zu Buche.

Quelle: op-online.de

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