Erweiterung des Vereinsheims

Umplanungen: Tänzer drehen eine Ehrenrunde

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Der Ausbau des Trainingszentrums fällt nun wohl noch kleiner aus. Dies hat allerdings den Vorteil, dass dann in der Zukunft die dringende energetische Sanierung finanziell nicht so schwerfällt.

Ober-roden - Der Tanzsportclub Rödermark (TSC) muss die Pläne für den Umbau seines Vereinsheims erneut korrigieren. Seit nun fünf Jahren kommt das ehrgeizige Projekt des renommierten Vereins nicht voran.

Eigentlich hatte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der vorhabenbezogene Bebauungsplan für die Erweiterung des Vereinsheims und Trainingszentrums An der Plattenhecke als Satzung beschlossen werden sollen. Der TSC bat allerdings kurz zuvor um Aufschub, um alles noch einmal durchkalkulieren und überdenken zu können. Auslöser dafür waren hohe Grundstückskosten.
Um das Vorhaben realisieren zu können war geplant, dass die Stadt Rödermark vom Kreis Offenbach 450 Quadratmeter Grundstück am Vereinsheim kauft, damit das Gebäude nach Südosten um 5,4 Meter und nach Südwesten um etwa 10,5 Meter wachsen kann. Der TSC sollte den Kaufpreis von 92.250 Euro zuzüglich Nebenkosten der Stadt erstatten. Die Tänzer hätten das Gelände dann in Erbpacht 99 Jahre lang nutzen können.

TSC-Vorsitzende Cornelia Straub erläuterte auf Anfrage unserer Zeitung, diese Modalitäten hätten sich erst kurzfristig herausgestellt. Sie müssten noch „ausdiskutiert werden“. Der Verein solle jetzt noch mal 100.000 Euro drauflegen. „Wir haben aber nicht im Lotto gewonnen.“ Straub sieht sich da einer Meinung mit Bürgermeister Roland Kern. „Er unterstützt uns voll und tut sein Bestes.“

Der TSC überlege derzeit, die zuletzt angepeilte Ausbauvariante nochmals zu schrumpfen, sodass kein Grundstücksankauf nötig würde. Cornelia Straub versichert, dass auch die nun favorisierte Vernunftlösung eine deutliche Verbesserung des Angebots an die Mitglieder und eine merkliche Attraktivitätssteigerung gestatten würde. Umgebaut werden soll das seit 2013 schuldenfreie Gebäude nun wohl ausschließlich auf dem bestehenden Gelände, das der TSC ohnehin in Erbpacht nutzen darf. Schon am nächsten Montag sei wieder ein Treffen mit dem neuen Architekten. „Die Sache ist um vielleicht ein Vierteljahr geschoben“, vermutete Cornelia Straub im Gespräch mit unserer Zeitung.

Bilder: Frühjahrsputz in Rödermark

Ursprünglich hatte der erfolgreiche Tanzsportverein 2013 seine Trainingsstätte um 30 mal 24 Meter ausbauen wollen. Aber die Politik zog nach Protesten aus der Nachbarschaft nicht mit. Nachdem die langwierige Suche nach anderen Standorten gescheitert war, plante der TSC dann die kleinere Erweiterung von 5,4 mal 10,5 Meter des Bestandsgebäudes. Auch diese Version wird nun höchstwahrscheinlich nicht realisiert. (bp)

Quelle: op-online.de

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