Vermittlung zwischen Eltern und Tageseltern

Tagespflege: einfach näher dran

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Gut aufgehoben waren die Jüngsten im Spielzimmer des Deutschen Kinderschutzbundes im Keller der Halle Urberach, während die Eltern Orientierungsgespräche mit möglichen Tageseltern führten oder sich selbst über eine Ausbildung dazu informierten.

Urberach - Tagespflege kann für Familien eine Alternative zur Kinderkrippe oder -tagesstätte sein. Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) aus Rödermark und Dietzenbach stellte Tageseltern und ihre Arbeit an einem Kennenlern-Nachmittag in Urberach vor.

Ein Vortrag rund um Eingewöhnung und Kooperation zwischen Eltern und Betreuungspersonen, gehalten von Edeltraud Amira, vertiefte die Gespräche im Saal: „Informieren Sie sich gut. Schließlich geben Sie das Kostbarste, das Sie haben – Ihre Kinder – in fremde Hände!“

Neben Tageseltern, die ihre Wohnung stundenweise für weitere Kinder stundenweise, war mit Anneliese Heß auch eine Vertreterin der derzeit fünf Kinderfrauen in Rödermark und Dietzenbach zum Gespräch da: Sie kommen ins Haus, wenn dies günstiger erscheint. Seit zweieinhalb Jahren etwa ist sie bei einem Lehrerehepaar, das jetzt sein zweites Kind bekommt, regelmäßig 20 Stunden in der Woche zuhause in der Betreuung tätig.

Begehrte Gesprächspartner vor allem bei Eltern, die ihre Kinder an Tagesmütter abgeben möchten, waren auch Elke Hochberger und Sibille Flisar, beide mit einem ganzen Nest voller Tagespflegekinder. Sibille Flisar hat ihr erstes Pflegekind übernommen, als ihre eigene Tochter ein Jahr alt wurde – sie kommt inzwischen in die Schule. Über eine Freundin in Offenbach hatte die junge Mutter die Rolle der Pflegemutter kennen gelernt. Damals lebten die Flisars noch in einer Wohnung, die schrittweise immer mehr in ein Kinderzimmer umgewandelt wurde – auch das Wohnzimmer, wie sich ihr Mann schmunzelnd erinnert. Als weitere Mieter auszogen, übernahmen sie das Haus in der Rathausstraße ganz, bauten das Parterre zur Betreuungsstelle aus und haben nun im Obergeschoss auch wieder ein eigenes Wohnzimmer. Sibille Flisar hat mittlerweile fünf Tagespflegekinder; ihr Mann Robert ist seit Mai Vorsitzender des SKDB Rödermark. Er folgte auf Herbert Lotz, der in den Ruhestand ging. Ramona Liga Thiyab wurde zur Stellvertreterin gewählt.

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Eine Änderung gab es auch bei der Tageselternvermittlung. Auf Gisela John, die nach 20 Jahren in den Ruhestand wechselte, und auf Nadja Staiger-Schmeiler, die sich in Richtung Kinder- und Jugendpädagogik nach Frankfurt veränderte, steht nun Beate Rauch bereit. Sie vermittelt zwischen Angebot und Nachfrage. Auch Anfragen nach einer Ausbildung zur Tagesmutter gab es am Beratungstag. „Was den Unterschied zur Kita ausmacht? Sie haben eine feste Betreuungsperson, bei Sie Ihr Kind abgeben und es wieder abholen – Sie erfahren alles über den Tagesablauf aus direkter Quelle. Der Kontakt ist sehr eng“, fasst Robert Flisar zusammen.

Angehende Tagesmütter bekommen Zuschüsse der Stadt, wenn sie nach ihrer Ausbildung mindestens zwei Jahre in Rödermark arbeiten. Die Stadt finanziert auch die Weiterbildung.

chz

Quelle: op-online.de

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