Fastnacht bei der Turnerschaft

Tanz und Spaß in bunter Mischung

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Kess, charmant und überaus beweglich: die Tänzerinnen der „Splits“, beheimatet bei der TS Ober-Roden.

Ober-Roden - Die Rod Scheyern war bei der Tanz- und Spaßsitzung der TS Ober-Roden wieder mal restlos ausverkauft. Der Abend bot fast vier Stunden kunterbunten Narrenspaß.

T und S so wie Tanz und Spaß haben im Haus durchaus Tradition. Sitzungspräsident Udo Kirchrath – nebenbei auch wieder in mehreren Rollen als Bänkelsänger und mehrfacher Vater unterwegs - hatte sich einen streckenweise gemischten Elferrat zur Seite geholt. Musikalisch sorgte das neunköpfige Salonorchester des Musikvereins 03 Ober-Roden rund um Francisco Hitzel für die richtige Stimmung in der Spielhölle von Las Vegas, wohin die TS in diesem Jahr ihre Gäste entführte.

Mal Sitzungspräsident, mal Bänkelsänger: Udo Kirchrath hat sich auch um den Nachwuchs der TS-Tänzerinnen verdient gemacht.

Wo TS drauf steht, darf der Tanz nicht fehlen: Dafür sorgten die hauseigenen Gruppen, männlich wie weiblich. Neu: Erstmalig in ihrer fast 30-jährigen Geschichte trat die Prinzliche Hofgarde der TG in der Rod Scheyer auf – eine geradezu revolutionäre Neuerung in Ober-Roden! Dagegen sind die selbst noch recht neue Gardetanzgruppe, die „Splits“, die „Cherrys“ und die „Mahädels“ – alles Eigengewächse der Turnerschaft - schon richtige Traditionsgruppen. Doch so attraktiv, gelenkig und choreographisch ansprechend diese Damen bei Modern Dance oder Jazztanz auch sind: Sie werden an Fastnachtsabenden wohl immer den Herren der Schöpfung Tribut zollen müssen, zumindest was den Spaß- und den Kreischfaktor angeht. Die „Söhne Rödermarks“ mit ihrer Las-Vegas-Show ebenso wie das Männerballett mit „Frontfrau“ Bert Dreher reizten zu Lachtränen und Bewunderung zugleich - eine Augenweide in all ihrer kraftvollen Anmut und herzerfrischender Darbietung.

Zum Thema Spaß kamen aus dem eigenen Volkschor- und Murxxer-Nachwuchs die Fußballfans Philipp Köhl und Max Auth auf die Bühne, später noch gefolgt von ihren Urvätern Klaus Auth, Gerd Weber und Holger Grog, die sich diesmal der deutschen und hier besonders der Ober-Röder Sprache mit ihren vielen „O“s annahmen – die Sprechübungen in Vorbereitung eines Callcenter-Jobs waren herzerfrischend. Ebenfalls aus dem innersten Ort kam Norbert Köhler mit seiner Gitarre und hochintellektuellen Liedbeiträgen etwa über die Liebe zu seinem „Puhlkaudeschepper“ (für Zugezogene: „Jaucheschöpfkelle“).

Aus Eppertshausen kam wieder einmal Christoph Visone mit einer bodenständigen Erzählung rund um seine neue Freundin. Ebenfalls bei der TS zu Gast: die Bänkelsänger Norbert Rink, Udo Kirchrath und Thomas Gotta, die anhand typischer Theo-Koser-Zeichnungen vom großen und kleinen Weltgeschehen berichteten. Besonders beklatscht wurden sie natürlich bei lästerlich-lustigen Liedern rund um Limburgs Neubauten, um Bayern-Fußball oder IGOR-Veranstaltungen.

Traditionell gabs dazu Besuch von den Fastnachtern der TGS Jügesheim, ihrem Sitzungspräsidenten Peter Otto und dem Rodgau-Prinzenpaar Carmen I. und Patric II. Sie kommen mit ihrer fröhlichen Guggemusik-Gruppe immer gern in die Rod Scheyer. J chz

Quelle: op-online.de

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