Taubenplage mitten im Ort

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Rund 200 Tauben, die anderswo in Ober-Roden keine Heimat mehr finden, machen sich mittlerweile in der Glockengasse breit.

Ober-Roden ‐ Tauben sind in Ober-Rodens neuer Mitte zu einer Plage geworden. 200 bevölkern die Glockengasse und bescheren Züchter Rolf Wiederspahn, der selbst nur ein knappes Dutzend Vögel besitzt, Ärger mit Behörden und Nachbarn. Von Michael Löw

Keiner will sie, Rolf Wiederspahn hat sie. Und den Streit mit Nachbarn und Behörden noch dazu. Die Rede ist von etwa 200 Tauben, die sich rund um Wiederspahns Grundstück in der Glockengasse breit machen und - unter anderem - das Dach des „Zehnthofs“ regelrecht besetzt haben. Ihre Hinterlassenschafen verunzieren sogar schon das frisch verlegte Pflaster in Ober-Rodens neuer Mitte.

Zur Plage wurden die Tauben im Frühjahr. Die Ursache dafür liegt laut Rolf Wiederspahn schon länger zurück. Bereits vor Jahren hat die St. Nazarius-Gemeinde die Schallluken ihres Kirchturms mit feinem Draht vergittert und die Vögel ausgesperrt. Verständlich, denn ihr aggressiver Kot greift den empfindlichen Sandstein des „Rodgau-Doms“ an. Aus dem gleichen Grund hat der Kreis ebenfalls schon vor Jahren das Türmchen der Trinkbornschule verrammelt.

Die Stadt Rödermark macht Wiederspahn für die Plage verantwortlich. „Das ist keine normale Taubenzucht mehr, das sprengt den Rahmen des Erträglichen“, sagte Bürgermeister Roland Kern gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Im Rathaus hätten sich schon mehrere Geschäftsleute, Hausbesitzer und Mieter beschwert.

Auf eine Beschwerde hin schaltete das Ordnungsamt den Kreis ein. Mitarbeiter der Bauaufsicht und des Veterinäramtes nahmen am Donnerstagmittag Rolf Wiederspahns Taubenschlag und die Nachbarschaft in Augenschein.

Quelle: op-online.de

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