Teamgeist wichtiger als Solodribblings

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Eine eigene Mannschaft bildeten diesmal die kickenden Mädchen. Sie schlugen sich dank vorheriger Strategiegespräche durchaus wacker.

Urberach - Beim vierten Seewald-Kinderfußballturnier, einem Herzstück des Rödermärker Generationensommers, lief alles ganz eingespielt. Von Christine Ziesecke

Das fast vollständig angetretene Organisationsteam der letzten Jahre legte ebensoviel Routine an den Tag wie viele „Wiederholungstäter“ unter den Spielern. Eines nur war anders: Die Mädchen wurden nicht auf alle Mannschaften aufgeteilt, sondern spielten auf Wunsch aller Beteiligten als eigenes Team und schlugen sich mehr als wacker.

Tore und Punkte waren indes nicht alles. Beobachter wie Erik Schmekel vom Sozialdienst der Stadt und René Hirsch, Jugendtrainer vom FC Viktoria Urberach, hielten aufmerksam Ausschau nach Regelverstößen. Schließlich war neben dem integrierenden Faktor das Fair Play das Ziel des Turniers. Wichtigste Kriterien waren Respekt gegenüber Anderen, faire Beteiligung, Ballabgabe anstelle von Solodribblings, kein heftiges Gerempel und keine unflätigen Sprüche.

Die Organisatoren Wolfgang Geiken-Weigt, Leiter der Sozialen Dienste, oder Heinz Weber und sein Team vom Seniorenbeirat freuten sich über die rege Beteiligung, auch wenn’s mit acht Mannschaften deutlich weniger als im vergangenen Jahr waren, die nach dem Anstoß durch Bürgermeister Roland Kern und Pfarrer Klaus Gaebler um den Ball kämpften.

Sie spielten hinterm Entenweiher nach den Grundsatz „Nein zu Rassismus und Gewalt“ und dem Motto der Viktoria-Jugend „Fair Play am Spielfeldrand“. Gute-Besserungs-Wünsche begleiteten einen kleinen Kicker, der eine schmerzhafte Verletzung am Fuß erlitt und von den stets präsenten Rot-Kreuz-Sanitätern ins Krankenhaus zum Röntgen gebracht wurde.

Beim Aufbau der Anlage und der beiden netzgeschützten Spielplätze kamen Seniorenbeirat, die Mitarbeiter der Sozialen Dienste und die Helfer des FC Viktoria ganz schön ins Schwitzen und nahmen nach dem Ausfall eines eigenen Generators dankbar die Hilfe der Firma Elektro-Poseiner in Anspruch, die über drei Kabeltrommeln kurzfristig Strom lieferte. Finanzielle Hilfe bot etwa der Intersport-Fachmarkt, der die T-Shirts für alle Spielerinnen und Spieler stiftete.

Das Motiv eines großen vereinenden bunten Fußballfeldes mit Tribüne wurde nach einem Malwettbewerb von einer Jury ausgewählt. Es stammt von der kleinen Elmedina aus der Kita Lessingstraße. „Eine wunderbare Einstimmung auf die bevorstehende Frauen-Fußballweltmeisterschaft in Deutschland! Damit wurde das Interesse der Kinder am Fußball wieder verstärkt, gerade auch bei den Mädels“, freute sich René Hirsch.

Quelle: op-online.de

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