Tempo 20 und neue Parkplätze

Ober-Roden ‐ Ab Montag ist die Ortsdurchfahrt wieder frei, Bürgermeister Roland Kern wird um 11 Uhr am umgebauten Marktplatz symbolisch die letzte Absperrung wegräumen. Die Frankfurter Straße wird dann zwischen Glockengasse und Marktplatz zum „Verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“. Von Michael Löw

In diesem Bereich gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. Außerdem wurden acht weitere Parkplätze ausgewiesen.

Bürgermeister Kern, Ordnungsamtsleiter Manfred Pauschert und Ordnungspolizist Klaus-Dieter Preuß erläuterten gestern Einzelheiten der neuen Verkehrsregelung, die sich unter anderem an der B 43 in Mühlheim orientiert. Dort hatte die Stadt aus der Not eine Tugend gemacht und an der wegen Bauarbeiten gesperrten Ortsdurchfahrt 19 Extra-Parkplätze angelegt. Bürgermeister Bernd Müller: „Die Idee ist bei unseren Geschäftsleuten gut angekommen.“ Autofahrer, die vorher einfach durchgerauscht seien, würden jetzt zum Einkaufen anhalten.

Auch Kern hofft jetzt darauf, dass Autofahrer aus Eppertshausen oder Münster den ein oder anderen Euro in Ober-Roden lassen. Die Parkzeit auf den 21 Parkplätzen der „Neuen Mitte“ ist auf eine Stunde begrenzt, damit möglichst viele auswärtige und Ober-Röder Kunden davon profitieren.

Vorläufig keine Radarkontrollen

Tempo 20 soll zudem signalisieren, dass die Autos nicht mehr oberste Priorität genießen. Fußgänger, Radfahrer und Busse sollen ihnen gleichrangig begegnen. „Wir wollen den neuen Ortskern aber nicht zum Eintreiben von Bußgeldern verwenden“, verspricht Ordnungspolizist Preuß. Will heißen: vorläufig keine Radarkontrollen, sondern Anzeigetafeln, die Autofahrer über ihre Geschwindigkeit informieren. Auch Parksündern wollen Preuß und seine Kollegen nicht gleich Strafzettel unter den Scheibenwischer klemmen. Während der nächsten beiden Wochen werden sie zum Nulltarif auf die neue Situation hinweisen.

Auch während der Bauzeit hätten die städtischen Polizisten Augenmaß bewiesen und Falschparker meist nur mündlich verwarnt. Knöllchen seien die Ausnahme gewesen, erklärten Kern, Pauschert und Preuß.

Quelle: op-online.de

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