Tennis beim TC Ober-Roden

„Selten so ein Turnier erlebt“

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Julia Kischka war neben Gina Gensert und Christina Jaqueline Grebing für den TCO am Start.

Messenhausen - Viel Herzblut steckten die Mitglieder des Tennisclubs Ober-Roden in ihr dreitägiges Turnier, die Volvo-Haas-Open.

Auch bei der dritten Auflage taten die Helfer mit dem Sportwartduo Frauke Roth und Oliver Kühl an der Spitze wieder alles, damit sich die Spieler während der dreitägigen Veranstaltung auf der Anlage in Messenhausen wohl fühlten. Das viele Lob war Oliver Kühl fast schon ein wenig unangenehm. „Ich habe die nicht gebrieft“, versicherte der TCO-Sportwart, nachdem ihn beim Rundgang über die Anlage zum wiederholten Mal Teilnehmer angehalten hatten, um ihm ein Lob für das Turnier auszusprechen. Ein Lob in Form einer Aufwertung der Veranstaltung kam auch vom Deutschen Tennisbund. Der führte die Volvo Haas Open in diesem Jahr erstmals als Deutsches Ranglistenturnier, das Teilnehmer aus der ganzen Republik nach Messenhausen lockte. „Wir wollen hier eine persönliche Atmosphäre schaffen. Man merkt, dass sich die Leute hier wohl fühlen“, so Oliver Kühl.

Die Herren 40 mixten beim TCO-Sommerfest Cocktails. Den ersten tranken sie zwecks Qualitätskontrolle gleich selbst.

„Dass für uns Spielerinnen so viel gemacht wird, habe ich bislang selten gesehen. Das ist echt top“, meinte etwa Eva Peczely, die bei dem bis gestern Abend laufenden Turnier zu den Favoritinnen zählte. „Das ist hier besser organisiert als so manchen ITF-Turnier“, berichtete die 41-Jährige vom TC Biblis. ITF ist die Organisation, die die internationale Seniorenturnierserie organisiert. Auf dieser Tour kam Eva Peczely, die erstmals in Messenhausen am Start war und durch TCO-Sportwartin Frauke Roth auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht wurde, schon viel herum und feierte zahlreiche Erfolge. Trotz dieses großen Erfahrungsschatzes gab es ein Sonderlob für die TCO-Veranstaltung. Der Düsseldorfer Jürgen Barkin sah es ähnlich: „Das ist toll organisiert hier, auch ich habe selten so ein Turnier erlebt.“ Obwohl Barkin sportlich schon am Freitag aus dem Wettkampf flog, zählte er auch noch an den beiden folgenden Turniertagen zu den Zuschauern.

Zur Wohlfühlatmosphäre, die die Organisatoren den Spielern bieten wollten, gehörte unter anderem, dass ein Sportarzt und zwei Physiotherapeuten den Sportlern über die Dauer des kompletten Turniers zur Verfügung standen. Dass die Physiotherapeuten ihr Handwerk verstehen, machte der TCO-Vorsitzende Jürgen Kühl an einem Beispiel fest. Nach einem mehrstündigen Spiel sei am Freitag einer der Teilnehmer „völlig fertig“ gewesen, so Kühl. Eine halbstündige Massage sorgte dann aber schnell für Linderung. Für Stärkung war natürlich auch gesorgt. Das Team des TCO-Clubrestaurants Tie-Break hatte die Bewirtung der Spieler übernommen und sorgte unter anderem ständig für frisches Obst.

Etwas Besonderes war das Turnier für die drei Spielerinnen der Gastgeber. Christina Jaqueline Grebing, Julia Kischka und Gina Gensert schieden zwar früh aus, ihre Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen. Christina Jaqueline Grebing hatte im vergangenen Jahr ihre Premiere beim TCO-Turnier gefeiert. Damals spielte sie noch für einen anderen Verein. Die gut organisierte Veranstaltung sei mit ein Grund gewesen, dass sie zum Tennisclub Ober-Roden wechselte, berichtet Grebing. Bei den Herren war kein Starter der Gastgeber mit dabei. Marco Ferrandina vom 1. TC Nieder-Roden gehörte allerdings zu den Favoriten. 23 Männer und 13 Frauen waren bei den Turnieren insgesamt am Start.

Eingebunden in das Turnier war das TCO-Sommerfest am Samstag Abend . „Worscht und Cocktail“ hatten die Organisatoren die Veranstaltung überschrieben. „Eine normale Bratwurst kriegt man überall. Wir haben gedacht, wir machen mal etwas anderes“, berichtete Klaus Riegler, der am Grill Dienst tat. So wurde Salsiccia serviert, nach Angaben der Organisatoren „lecker und aromatisch und die italienischste aller Bratwürste“. Dazu mixten die Herren 40 verschiedene Cocktails. 

(ey)

Quelle: op-online.de

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