„Toll, was sich getan hat“

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Stefanie Grabs und Kurt Vollmer vom Büro für kulturelle Kinder- und Jugendbildung hatten am Freitag Abend Bands und Solomusiker zum musikalischen Wettkampf um die Gunst der zumeist jungen Zuhörer eingeladen, und Orwisch groovte mit Erfolg.

Urberach - (chz) Zum erhofften Treffen der Kulturen und Generationen wurde das Brückenfest, zu dem die Stadt und der Verein Rödermark-Festival rund um den Entenweiher eingeladen hatten und das von Ausländerbeirat, Deutsch-Türkischem Freundschaftsverein und dem Verein Hekimhaner in Europa mitgetragen und von der Sparkasse Dieburg mit 7500 Euro unterstützt wurde.

Mit einem Kinder-Fußballturnier ging es am Donnerstagnachmittag los,. Es wurde wieder vom FC Viktoria, der Fachabteilung Senioren und dem Seniorenbeirat ausgerichtet. Mit rund 70 jungen Kickern nahmen weit mehr Kinder teil als vorgesehen.

Impressionen des Brückenfestes

Kulturen und Generationen kamen sich beim Urberacher Brückenfest sehr nah

Der Freitag stand im Zeichen des ersten Beschnupperns, hauptsächlich rund ums Zelt des Ausländerbeirats, das mit Spezialitätenküche, Lesungen, türkischer Musik und Wasserpfeife an die Kultur der Nomadenvölker erinnerte. „Orwisch groovt“ war das Motto des Abends - das Büro für kulturelle Kinder- und Jugendbildung hatte Solosängerinnen, -gitarristen und Bands aus der Umgebung zum musikalischen Wettstreit eingeladen.

Auf die Frage von Bürgermeister Roland Kern, wer denn zum ersten Mal in diesem Park sei, hoben sich zahllose Hände, und selbst die SPD-Stadtverordnete Hatice Cavus - seit 12 Jahren in Rödermark lebend - nutzte zum ersten Mal die Brücke über die Rodaustraße zum Entenweiher.

Seifenblasen faszinierten am Stand der Kinder- und Jugendfarm nicht nur die Allerjüngsten.

Trostlos wirkte der Park nach den nächtlichen Regengüssen am Samstag, als niemand wusste, wie es nun weitergehen sollte. Es erwies sich als richtig, bis auf wenige absagende Gruppen alles laufen zu lassen: Trotz des feuchtkalten Wetters war das Brückenfest wieder gut besucht. Erzählungen aus früheren Zeiten und Lesungen fanden ebenso Anklang wie die musikalischen Live-Acts etwa der Gruppe „Saitensprung“ oder des von AZ und Jazzclub angeheuerten Transorient Orchestra.

Auch am Samstag lebte der Park von den Düften der für viele Gäste eher ungewöhnlich anmutenden türkischen Köstlichkeiten von gefüllten Fladen bis zum Ayran aus dem stets geschaukelten Fässchen, von indischen Speisen oder auch von Erdbeeren mit Sahne, die es am Stand von KiR gab. Die Künstlergruppe sorgte mit neuen Objekten für eine lebendige Umsetzung des zentralen Themas: Mittels langer Leitern und vieler Stühle baute sie eine Brücke zur Insel im Entenweiher.

Junge Mitglieder des Tanzsportclubs zeigten Ausschnitte aus ihren Showprogrammen oder traten teilweise zum ersten Mal vor großem Publikum auf.

Auf der Bühne wurden kunstvoll gestaltete und bemalte Stühle zu Gunsten von Kindertagesstätten und des KiR-Farbraums versteigert.
Die Rödermärker Kindereinrichtungen sorgten am Samstag beim „Römkids-Tag 2009“ für ein großes Angebot für die Jüngsten, wobei sich die „Rappelkiste“ mit ihren selbstgebauten Mal-Brücken besonders sinnfällig beteiligte. Junge Tänzer des TSC wirbelten ebenso über die Bühne wie tags zuvor die Mädchen der Bauchtanzgruppe, und das Mitmachkonzert der „Weltmusik“-Gruppe „Karibuni“ fand viel Anklang.
Leider verhinderte das mäßige Wetter einen noch regeren Austausch zwischen dem Park und dem Parkplatz jenseits der Brücke, an dem von Live-Musik und Tanz über aparte Seidenmalerei bis zu kulinarischen Köstlichkeiten vieles geboten wurde.

Dennoch schaute Alexander Dettling am Freitagabend höchst verwundert dem Treiben im Park zu. Er war einer der damals noch Studierenden der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, der im vergangenen Jahr die Studie zum Seewaldgebiet mit erstellt hatte, in der zur Steigerung der Lebensqualität eine engere Annäherung und mehr Kontakte empfohlen wurden: „Es ist toll zu sehen, was sich hier getan hat seither.“

Quelle: op-online.de

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