Den Treibhausgas-Hahn zudrehen

Rödermark (lö) - Die Stadt will ihre Energiebilanz aufpolieren und den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent senken. Gut sieben Tonnen des Treibhausgases und vermeintlichen Klimakillers bläst jeder Rödermärker jährlich in die Luft - statistisch gesehen.

Einen „echten“ Wert gibt es noch nicht.

Der soll im Zuge eines „Integrierten Klimaschutzkonzeptes“ ermittelt werden und Richtschnur für alle weiteren Maßnahmen sein. Die Stadt will den Klimaschutz auf eine möglichst breite Basis stellen und hatte deshalb zu einem ganztägigen Workshop geladen. 40 Rödermärker machten sich ihre Gedanken, wie Energie gespart oder effektiver genutzt werden kann.

Bürgermeister Roland Kern sieht die Stadt auf einem guten Weg. Auf fünf öffentlichen Gebäuden erzeugen Solaranlagen Strom, an der Kläranlage produziert ein mit Faulgas befeuertes Blockheizkraftwerk Energie und spart 380 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Die Rathäuser wurden auf Energieeffizienz getrimmt, und auch die Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung geht in Richtung Klimaschutz. Ihr Schwerpunkt liegt auf erneuerbaren Energien. Außerdem ist die Stadt Mitglied im Klimabündnis und Erstunterzeichner der Charta „100 Kommunen für den Klimaschutz“.

„Rödermark braucht eine Art Öko-Kompetenzzentrum“

„Rödermark braucht eine Art Öko-Kompetenzzentrum“, fordert Bürgermeister Kern. Gemeint ist eine zentrale Anlaufstelle in Sachen Klima- und Umweltschutz, eventuell unterm Dach der Bauverwaltung. Denn deren Chef Thomas Kron leitete auch den Workshop.

Klimaschutz bringt auch Eigennutz, warb Kron. Nachhaltiges Wirtschaften sei kein abstrakter Wert, sondern bringe Unternehmen, Kommunen und Privatleuten einen Gewinn.

Den Weg dahin soll das „Integrierte Klimaschutzkonzept“ weisen. Dieser Handlungskatalog kostet für Rödermark 59 000 Euro und wird zu 65 Prozent vom Bundesumweltministerium finanziert. Ab der nächsten Woche sollen Arbeitskreise Vorschläge liefern.

Quelle: op-online.de

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