Eine Handvoll Huhn

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Keineswegs gelb, wie man sich Küken meist vorstellt, aber watteweich und schutzbedürftig waren die Kleinen einen Tag nach dem Schlüpfen.

Ober-Roden - Genau 21 Tage lagen 25 Eier in einem Brutkasten, den Mario Luther vom Geflügelzuchtverein Urberach in der Trinkbornschule aufgestellt hatte. Dann klopfte es ganz zaghaft an die Schalen und heraus kamen flauschige Küken.

Das erste Phänomen: Aus den 25 Eiern schlüpften nur sieben Hühnchen, was der „Kükenmama“, Lehrerin Ruth Zander, große Sorge bereitete: „Haben wir irgend etwas beim Drehen und bei der Temperatur- und Feuchtigkeitsmessung falsch gemacht?“

Mit zwei Kolleginnen hatte sie den Wochenenddienst übernommen und dabei die Eier täglich gedreht und Statistik übers Raumklima geführt. Während der Woche hatten sich die Schüler um diese Aufgaben gerissen. Doch Mario Luther konnte sie beruhigen: „Das kann immer passieren. Es war ein ganz junger Hahn, der hatte wohl seine Aufgabe noch nicht so ernst genommen.“ Die Natur kennt keine Erfolgsgarantie.

Und noch ein zweites Phänomen löste bei Lehrerinnen und Kindern Verwunderung aus. Die Küken, die ganz zart vor sich hin piepsten, waren keineswegs so knallgelb wie in Bilderbüchern oder auf Osterkarten. Sie sind unauffällig braun gesprenkelt, allerdings ebenso watteweich, wie man sie sich vorstellt. „Es gibt auch die gelben Küken, nur wir haben eine andere Rasse“, erklärte Züchter Mario Luther.

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Ihren ersten Lebenstag verbrachten die Tierchen meist in der „Schlupfhorde“ - einer Wärmekiste, in die Luther die Eier wenige Tage vor dem Schlüpfen umgesetzt hatte. Dort waren die Küken gut geschützt, schließlich gab"s zu Ehren ihrer Geburt viel Besuch: Die angehenden Schulkinder der Kita St. Nazarius kamen ebenso vorbei wie die gesamte Trinkbornschule und die Klassen aus der Breidert-Dependance.

(chz)

Quelle: op-online.de

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