Türen der Zeltburg stehen allen offen

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„Unterm Strich zähl ich“: Beim Frauenfrühstück im Zelt zeigte Daniela Kurz den Gästen Wege auf, sich selbst besser einzuschätzen und sich freier zu fühlen.

Urberach ‐ Nicht Kerb und nicht Frühlingsfest und trotzdem großes Programm auf dem Urberacher Festplatz: Die Zelttage der Freien evangelischen Gemeinde Rödermark (FeG) haben begonnen. Von Christine Ziesecke

Ein breit gefächertes Angebot will noch bis zum kommenden Sonntag nicht nur FeG-Mitglieder aus der Region, sondern auch Menschen anderer Konfessionen ansprechen. Die freundliche und einladende Offenheit der rund 50 Gemeindeglieder macht es der Bevölkerung leicht, einfach hineinzuschnuppern, wenn Musik oder Lautsprecherklänge aus den Zelten herausdringen. „Können wir denn da hinein, auch wenn wir nicht angemeldet sind und wenn mein Mann dabei ist?“, fragte eine ältere Dame am Samstag vor dem Zelt, in dem Daniela Kurz beim Frauenfrühstück über das weibliche Selbstverständnis redete. Keine Frage: Schon an der Zelttür wird jeder Gast, groß oder klein, bekannt oder unbekannt, herzlich empfangen.

Musik für überwiegend junge Menschen bestimmte den ersten Abend am Freitag. An der frischen Luft ging es am Samstagmorgen mit einer rund 220 Kilometer langen Motorradtour weiter - perfekt vorbereitet von Alexander und Marion Apelt. Überraschend viele Zuhörerinnen hatte Daniela Kurz beim Frauenfrühstück im kleinen Zelt. Die Gäste fanden sich bald in intensiven Gesprächen über die eigene Rolle wieder. Gut besucht war auch das tägliche Zeltcafé.

„Wege zum Glauben aufzeigen“

Erster Höhepunkt der Zelttage war „Mr. Joy“ am Samstagabend. Was der Illusionist, Magier und Jongleur auf die Bühne zauberte, sorgte für endloses Kopfschütteln bei den Besuchern, aber auch für befreites Lachen, wenn die verschwundene Assistentin eng verknotet im gerade noch leeren Rollschrank auftauchte oder wenn Helfer aus dem Publikum brennende Fackeln auffingen.

Zur Ausfahrt in den Spessart starteten Motorradfahrer am Samstagmorgen am Festplatz vor der Zeltburg der Freien evangelischen Gemeinde.

„Wir haben für den heutigen Abend mit sehr großem Aufwand die gesamten Zeltwände mit Folien verkleidet, aber es hat sich gelohnt“, strahlte Pastor Jens Bertram. Auffallende Lichteffekte einer knallbunten Lasershow irritierten manchen Zuschauer zunächst ebenso wie die dramatisierende musikalische Untermalung, gestalteten den Raum aber ständig neu und interessant. Zahlreiche Handlanger aus dem Publikum standen dem Illusionisten von Kartentricks bis zu Entfesselungswundern bei und hatten trotzdem keine Ahnung, was um sie herum ablief. Verstehen konnte man nicht, was da passierte. Doch hier findet sich die Kurve zum göttlichen Handeln und dem Geschehen rund um die Person Jesu, das rational auch nicht zu verstehen ist. Schließlich stehen die Zelttage unter dem Thema: „Ich bin’s – bemerken, verstehen, erleben“.

Technik und Referenten werden großteils vom Bund Freier evangelischer Gemeinden bereitgestellt, um „Begegnung zu ermöglichen und Wege zum Glauben aufzuzeigen“. Die Arbeit bleibt an den wenigen Gemeindegliedern haften, die mit persönlichem Einsatz und vielen Spenden diese Begegnungsstätte erst lebendig machen.

Neben dem offenen Zeltcafé ab 14.30 Uhr stehen täglich Themenabende mit Paul-Gerhard Knöppel und Musik von Martin Pepper auf dem Programm. Ab Dienstag gibt es zudem täglich um 16 Uhr naturnahe Angebote der Pfadfinder. Die Zelttage enden am Sonntag, 9. Mai, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst und Gemeinschaft am Grillfeuer.

Quelle: op-online.de

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