Verkauf der „rod Scheyer“ kein Tabu

Turnerschaft denkt über Fusion der Immobilien nach

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Halle und Gaststätte der Turnerschaft sind nach wie vor Herz des Vereinslebens. Doch die 70 Jahre alte „rod Scheyer“ kostet die Turnerschaft auch viel Geld.

Ober-Roden - Die Turnerschaft Ober-Roden teilt das Los vieler Vereine mit eigenen Immobilien: Die in der Regel betagten Hallen sind den Mitgliedern lieb und vor allem teuer.

Der Vorstand bringt jetzt eine große Lösung ins Gespräch: die Fusion aller Gebäude auf dem Sportplatz an der Dr.  Walter-Kolb-Straße. „Wenn wir in naher Zukunft eine Fusion anstreben, dann ist es die unserer Vereinsanlagen!“ Vorsitzender Peter Hubert und Geschäftsführer Norbert Eyßen kündigten bei der Jahreshauptversammlung der Turnerschaft eine eingehende Prüfung in Sachen Immobilien an. Sie wollen in Erfahrung bringen, wie man aus „zwei kostenintensiven Eigenheimen eine effektive Einzellösung schaffen kann“.

Die nach dem momentanen Stand der Dinge wahrscheinlichste Variante: Der 1895 gegründete Verein verkauft sein Grundstück an der Friedrich-Ebert-Straße mit der 70 Jahre alten Turnhalle und siedelt komplett auf sein Sportgelände in der Dr. Walter-Kolb-Straße um. Das soll zunächst Denkanstoß und Diskussionsgrundlage für die Mitglieder sein. Knapp 80 von ihnen waren in die „rod Scheyer“ gekommen, um die Jahresberichte zu hören und den Vorstand neu zu wählen.

Sportlich und gesellig ist bei Ober-Rodens ältestem Sportverein, der bei nahezu gleichbleibendem Mitgliederstand (1 379 Ende 2016) laut Vorstand seit geraumer Zeit auch zahlenmäßig größter Verein in Rödermark ist, eigentlich alles im Lot. Fußballer, Leichtathletik- und Sportabzeichen-Abteilung, Jazztanzgruppen und Fitnesskurse sowie die Unterhaltungsabteilung sorgen für positive Stimmung und Berichte.

Bei der Hauptversammlung ehrten die Vorsitzenden Thomas Weiland und Peter Hubert Roland Walter (Mitte) für 50 Jahre Mitgliedschaft.

Was dem Vorstand zunehmend größere Sorgen bereitet, sind die hohen Unterhalts- und Reparaturkosten für Turnhalle und Gaststätte an der Friedrich-Ebert-Straße sowie die Platzprobleme, unter denen der Trainingsbetrieb auf dem Sportgelände an der Dr.-Walter-Kolb-Straße leidet. Die Verantwortlichen wollen prüfen, wie und ob eine Zusammenlegung der rund 500 Meter voneinander entfernten Liegenschaften möglich sein könnte und ob dabei am Ende auch deutliche Verbesserungen für den Vereinsbetrieb stehen.

Unter Leitung von Thomas Köhl wählten beziehungsweise bestätigten die Mitglieder ihren Vorstand einstimmig ohne Enthaltungen wie folgt: 1. Vorsitzender Peter Hubert, 2. Vorsitzender Thomas Weiland, Rechner Bernd Mieth, Beitragsrechner und Mitgliederverwaltung Gerhard Wirth, Geschäftsführer und Protokoll Norbert Eyßen, Vereinsjugendleiter Bernd Vor, Vertreter der Abteilungen im Geschäftsführenden Vorstand Martin Nickelsen. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Neue Medien Philipp Köhl, Wirtschaftsausschuss Harald Eyßen, Oliver Hitzel-Kronenberg, Beisitzer Klaus Hilger, Heinz Steinmetz und Espen Schallmayer. Den Ältestenrat bilden Erich Kreis, Heinz Weber und Hans Schinko.

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Bestätigt wurden die Abteilungsleiter, die wie der Ehrenvorsitzende Hans Groh ebenfalls dem Vorstand angehören. Dies sind die Abteilungsleiter Turnen (Peter Hubert), Unterhaltung (Thomas Gotta, Peter Hubert, Philipp Köhl, Max Auth, Tina Köhl), Jazztanz Modern (Karin Neumann), Tischtennis (Andreas Arndgen), Leichtathletik (Hans Röhrig), Fußball (Norbert Eyßen, Heinz Steinmetz, Bernd Vor). Für die ausscheidenden Kassenprüfer Rainer Gotta und Peter Kieweg wurden Benjamin Wirth und Max Hesse gewählt; Birgit Köhl und Detlef Chijnowska bleiben turnusmäßig ein weiteres Jahr im Amt. (ney/lö)

Quelle: op-online.de

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