Umbau der B 459 erst ab Frühjahr

Waldacker (lö) - Der Umbau der Ortsdurchfahrt Waldacker verzögert sich weiter. Vom zuletzt genannten Termin, diesem Oktober, ist längst keine Rede mehr.

Nach den neuesten Planungen beginnt die Stadt im Februar 2012 mit der Erneuerung der Bürgersteige und der Bushaltestellen, teilte Bürgermeister Roland Kern gestern in der Magistratspressekonferenz mit. Die B 459 wird täglich von rund 16.000 Autofahrern benutzt.

„Wir hätten mit unserem Teil der Arbeiten sofort anfangen können“, ergänzte der Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, Herbert Rupp. Doch wieder einmal tritt das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Frankfurt auf die Bremse: Dessen Part, die Umgestaltung der Fahrbahn und die Installation neuer Fußgängerampeln an der B 459, dauert doppelt so lang wie veranschlagt, nämlich sechs statt drei Wochen. Damit, so Rupp und Kern, sind alle Überlegungen, die Ortsdurchfahrt während der Osterferien voll zu sperren, hinfällig.

Das ASV verlegt die aufwändigen Arbeiten jetzt in die Sommerferien. Bis dahin will die Stadt mit dem Gehweg, auf dem Schilder das Rad fahren erlauben, und den Haltestellen fertig sein.

Straße wird über eine Länge von 1,6 Kilometern saniert

Während der Vollsperrung wird der Verkehr weiträumig über die B 45 und die Kreisquerverbindung umgeleitet. Darauf hat die Stadt Rodgau gedrungen, um die Belastungen für die Anwohner in Rollwald und Nieder-Roden gering zu halten. Lediglich Busse dürfen den kurzen Umweg über L 3097 und Rodgau-Ringstraße zur Kreisquerverbindung nehmen.

Die B 459 wird in Waldacker auf einer Länge von 1,6 Kilometern grundlegend saniert. Die Fahrbahn wird deutlich verengt, auf beiden Seiten wird der 2,50 Meter breite Mehrzweck-Bürgersteig angelegt. Der gesamte Umbau kostet 1,7 Millionen Euro. Stadt und ASV tragen jeweils die Hälfte. Das ASV bezahlt auch die rund 150 Meter Radweg zwischen der nördlichen Ortsgrenze Waldacker und der Kreisquerverbindung, teilte Kern weiter mit. Die Finanzierung dieses Lückenschlusses sei bislang strittig gewesen.

Die Anbindung dieses Radwegs ans Rodgauer und Dietzenbacher Netz entspricht nach Ansicht der Freien Wähler Rödermark aber nicht den Forderungen der Waldackerer Bürger. Die seien für einen Radweg auf beiden Seiten der B 459, um Radlern gefährliche Begegnungen mit Lastwagen auf der viel befahrenen Kreuzung von B 459 und Kreisquerverbindung zu ersparen.

Bei einer öffentlichen Fraktionssitzung wollen die Freien Wähler über das weitere Vorgehen beraten. Sie findet um 20 Uhr im Hotel Sterkel in Urberach statt.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Rainer Sturm/pixelio.de

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