Durchgangsverkehr bremsen

Umbau der B 486: Noch ein künstlicher Engpass

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In einer anderen Variante wird die zweispurige Fahrbahn auf 4,75 Meter eingeengt. Die Bürgersteige wachsen dann auf 2,50 Meter auf jeder Seite.

Urberach - Kaum geht der Umbau der B 459 in Waldacker in die heiße Phase, will die SPD schon die nächste Bundesstraße, die B 486 in Urberach, kräftig beschneiden.

Denn das ist nach Ansicht der Genossen die einzige Möglichkeit, den Durchgangsverkehr in Konrad-Adenauer- und Traminer Straße zu bremsen.

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Die SPD fordert vom Magistrat bis Ende des Jahres ein Konzept für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt. Die Fahrbahnbreite soll entweder auf 4,75 Meter in beide Richtungen oder auf 3,50 Meter in eine Richtung schrumpfen. Die SPD greift damit „Lösungsansätze“ auf, die das Planungsbüro Mörner & Jünger im Zusammenhang mit der K-L-Trasse erarbeitet hat.

Schmalere Fahrspuren würden - so die Zählung von Mörner & Jünger - den Urberachern täglich rund 1300 Autos ersparen. Bei einer Gesamtmenge von 7000 Autos in 24 Stunden entspräche das einer Entlastung von knapp 20 Prozent.

Klarheit über die Kosten

„Die aktuelle Verkehrsuntersuchung der K-L-Trasse hat - wie nicht anders zu erwarten - einen relativ hohen Anteil an Durchgangsverkehr in der Ortslage Urberach nachgewiesen“, begründet Stefan Junge, Fraktionsvorsitzender der SPD, den Vorstoß. Sich dem steigenden Durchgangsverkehr „willenlos hinzugeben“, ist seiner Ansicht nach weder der an der Ortsdurchfahrt lebenden Bevölkerung zuzumuten noch politisch opportun.

Lesen Sie hierzu den Kommentar von Michael Löw

Unterstützung erhält Junge vom SPD-Verkehrsexperten Armin Lauer: „Wenn wir uns die Untersuchungsergebnisse mit rund 7000 Fahrzeugbewegungen in 24 Stunden anschauen und Lösungsansätze außerhalb der Ortsdurchfahrt schwierig oder kaum umsetzbar sind, dann sind Maßnahmen innerhalb wohl unumgänglich und zielführend.“

Im Klartext: Die K-L-Trasse, also eine Umfahrung Urberachs auf der Kreisstraße 180 und der Landesstraße 3317, hat angesichts der Widerstände in Messel und im Hessischen Verkehrsministerium so gut wie keine Chance mehr. Aus Sicht der SPD muss die Stadt daher so schnell wie möglich die Initiative ergreifen.

Fahren Autos demnächst auf zwei getrennten, etwa 3,50 Meter breiten Spuren durch Urberach? Dieser Vorschlag des Planungsbüros Mörner & Jünger würde den Anwohnern von Konrad-Adenauer- und Traminer Straße rund 20 Prozent Verkehr ersparen. Bürgersteige und Mittelinsel wären demnach bis zu zwei Meter breit.

Das Konzept soll nach Auffassung der SPD die gesamte Ortsdurchfahrt umfassen, aber auch abschnittsweise und punktuelle Realisierungsmöglichkeiten zeigen. Klarheit möchte die SPD über die Kosten und wer diese am Ende trägt. Alle Entwürfe und Planungen wollen Junge und Lauer frühzeitig in einer Bürgerversammlung vorstellen. Denn ohne eine Beteiligung der Anwohner könne ein solch gravierender Schritt keinesfalls gelingen.

Junge und Lauer sehen aber auch die Notwendigkeit, die Gespräche mit Nachbarkommunen und den Straßenbaulastträgern über die Umgestaltung des Eppertshäuser Knotens und die K-L-Trasse fortzuführen.

Quelle: op-online.de

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