Umfrage unter Lehrern

Vorfreude auf die erste Stunde

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Symbolbild

Rödermark - Jetzt wird’s ernst: Mit dem Ende der großen Ferien kommt für zahllose Kinder und Jugendliche der erste Schultag. Gespannte Erwartung herrscht aber nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei Neu-Lehrern.

In Rodgau haben wir bereits eine Anfängerin vorgestellt.Auch an der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule (NBS) starten heute vier Neulinge in den Schulalltag.

Nicht nur die neuen Schulkinder in den Grundschulen sind an ihrem heutigen letzten Ferientag voll banger Erwartung auf den vor ihnen liegenden „Ernst des Lebens“, sondern auch jene Schüler, die morgen in weiterführenden Schulen wie etwa der Nell-Breuning-Schule (NBS) eingeschult werden. Der Wechsel von einer Grundschule auf eine integrierte Gesamtschule mit derzeit 1640 Schülern ist nicht einfach; vom zuletzt Schulältesten nun wieder zum Jüngsten zu mutieren, ist eine echte Herausforderung.

Doch nicht nur die neu eingeschulten Schülerinnen und Schüler werden vielleicht unruhig schlafen: An der NBS fangen auch fünf neue Lehrkräfte an, von denen vier heute ihren allerersten „richtigen“ Schultag jenseits von Praktikum und Referendariat haben.

Umfrage unter Lehrern

„Wir haben sieben Lehrkräfte – weitgehend durch Pensionierung – abgegeben und dafür bislang fünf neue für viereinhalb Stellen bekommen“, beschreibt Rektor Jochen Zeller die Lage zu Schulbeginn. „Die Abdeckung ist dennoch sehr gut, weil wir wie andere Schulen auch unsere höchste Lehrerzuweisung haben. Nur Musik ist ein Problemfach und das bedeutet entsprechende Kürzungen. Wir suchen seit zwei Jahren ausgebildete Musiklehrer.“

Vier der fünf neuen Lehrkräfte sind Berufsanfänger: Pia Ferfes, Teresa Gehrmann, Daniel Heine und Nadine Trautmann, die am vergangenen Freitag ihre Urkunden als „Beamte auf Lebenszeit“ ausgehändigt bekamen.

Teils haben sie während ihres Referendariats alleine unterrichtet und auch Vertretungen gemacht, doch ab heute sind sie für ihre Fächer in ihren Klassen mit 26 beziehungsweise 21 Wochenstunden allein verantwortlich – und das quer durch Mittel- und Oberstufe. Sie haben gegenüber unserer Zeitung von ihren Vorstellungen und Hoffnungen vor ihrem ersten echten Schultag gesprochen.

Pia Ferfers kommt aus Frankfurt, hat in Gießen studiert und wohnt jetzt in Darmstadt. Sie hat unter anderem ein 11. Klasse zugeteilt bekommen und das gleich als Tutorin in Mathe und Bio. „Die ganz Kleinen sind noch sehr anhänglich, die kann man noch richtig motivieren. Die Älteren kann man mehr fachlich anleiten. Ich freue mich vor allem auf die Schüler, aber auch auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen. Es scheint hier ein sehr nettes und unglaublich hilfsbereites Kollegium zu sein, wie ich in den letzten Tagen schon erfahren durfte.“

Teresa Gehrmann war im Referendariat in NRW und wohnt jetzt in Darmstadt. Generell war sie der Schulform gegenüber offen – schon wegen des abwechslungsreichen Kurssystems im Gegensatz zur Hauptschule. Mit Mathe und Englisch unterrichtet sie in der Mittelstufe unter anderem eine 5. Klasse gleich als Klassenlehrerin. „Es ist ein neuer Lebensabschnitt mit einer riesengroßen Herausforderung. Die vielen Fragen kommen sicher erst im Laufe der Zeit. Ich glaube aber, hier kann man sie sehr gut mit den Kollegen zusammen lösen.“

Daniel Heine wollte er an keine integrierte Gesamtschule, kommt aber als Mannheimer aus Baden-Württemberg und wäre sonst wohl ganz im Süden eingesetzt worden. Er unterrichtet Englisch und Geschichte, hat 6., 10. und 12. Klassen – „ mit denen kann man sich schon unterhalten“. Er ist aber auch dankbar für die 6. Klassen: „Deren Findungsphase ist vorbei, man kennt hier schon alles. Ich bin voll gespannter Vorfreude auf diese umfangreiche Aufgabe, doch man macht sich auch Gedanken darüber, wie man das hinkriegt.“

Nadine Trautmann kommt aus dem Taunus, wohnt in Frankfurt und hat Freunde, die an der NBS Abitur gemacht haben. Sie kennt aber auch einen zukünftigen Kollegen. Sie gibt Englisch und Sport, unter anderem im 12. Jahrgang, und ist froh noch keine Klassenleitung zu haben; denn sie will erst mal die jetzigen Eindrücke verarbeiten. „Ich habe gemischte Gefühle in mir, die ich verarbeiten muss. Die positiven überwiegen. Ich hoffe, dass wir gut aufgefangen werden von den Kollegen, aber auch von uns vier Neuen untereinander.“ 

chz

Quelle: op-online.de

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