Schaffung von Wohnraum 

FDP will an Rodaustraße schnell bauen

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Wachstumspotenzial? Zwischen Rodaustraße, Dreieichbahn und den neuen Häusern an den „Rennwiesen“ will die FDP ein Baugebiet ausweisen.

Zwischen Rodaustraße, Dreieichbahn und den neuen Häusern an den „Rennwiesen“ will die FDP ein Baugebiet ausweisen.

Urberach – Das Neubaugebiet erstreckt sich links und rechts der Straße Am Zilliggarten, wird im Süden von der Rodaustraße und im Norden von der Bahnlinie Urberach-Buchschlag begrenzt. Der FDP-Vorstoß selbst war zu erwarten, überraschend ist die Fläche. Die spielte in der Diskussion um neues Bauland nämlich bislang noch keine Rolle. Doch das änderte sich Anfang des Jahres: Unter Federführung von Fraktionsvize Dr. Rüdiger Werner nahmen die Liberalen rund 70 Hektar sogenannter Optionsflächen unter die Lupe. Doch nur ein Bruchteil eignet sich für neue Wohnungen. Natur- und Lärmschutz, Landwirtschaft, hohe Erschließungskosten und Freizeit waren K.o.-Kriterien für viele Flächen.

Als vergleichsweise konfliktarm erwies sich das jetzt von der FDP ins Auge gefasste Gebiet, dem Werner den Arbeitstitel „Nördlich der Rodaustraße“ gegeben hat.

Bedarf an Wohnraum ist riesig

„Der Bedarf an Wohnraum in aktuell riesig. Rödermark kann derzeit aber keine Flächen anbieten“, betont Werner einmal mehr den Mangel an nur annähernd bezahlbaren Wohnungen und Häusern. Es macht aus Sicht der FDP keinen Sinn, abzuwarten, bis der neue Regionale Flächennutzungsplan voraussichtlich 2023 verabschiedet ist und dann erst mit den Planungen anzufangen, erklärt Werner den Standpunkt seiner Partei. Dann wäre mit dem Baubeginn „realistisch nicht vor 2026/2027“ zu rechnen. Das käme für den Bedarf sowohl an Bauland für ein Eigenheim als auch an Mietwohnungen für Menschen mit geringerem Einkommen zu spät.

Die FDP hält daher schon heute einen Bodenbevorratungsbeschluss notwendig. Partner der Stadt soll die Hessische Landgesellschaft sein. Wenn die die Flächen aufkauft, könnten schon drei oder vier Jahre vorher Bauplätze zur Verfügung stehen. Einen entsprechenden Beschluss soll die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 3. September fassen. In einen zweiten Antrag will die FDP eine Bebauung der „Grünen Mitte“ ausschließen. Solche Pläne bringt die SPD immer wieder ins Gespräch.

Verlust des hohen Naherholungswertes nicht erwartet

„Im Übrigen braucht niemand Angst zu haben, dass Rödermark durch starke Bautätigkeit seinen hohen Naherholungswert verliert“, beruhigt Werner. Und er nennt erstmals ein mögliches Ende des Wachstums in diesem Teil des Rhein-Main-Gebiets: „Realistisch gesehen benötigen wir bis 2030 10 bis 15 Hektar neue Wohnbauflächen. Ob über 2030 hinaus noch weiterer Bedarf besteht, ist eher unwahrscheinlich. Die Struktur Rödermarks macht es faktisch unmöglich, dass in unserer Stadt so großflächig neu gebaut wird, wie dies in einigen Nachbarkommunen geplant oder schon geschehen ist. Wir brauchen Entwicklung auch in Rödermark, aber nur in einem vertretbaren, vergleichsweise bescheidenen Maße.“  

Quelle: op-online.de

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