Unterführung ist das einzige Sorgenkind

+
Gemeinsam und tagsüber ist‘s okay, doch allein würden diese Frauen abends nicht durch die Unterführung zwischen Begonienweg und der „Spalt-Tablette“ gehen. Lampen gibt‘s nämlich weder im 20-Meter-Tunnel noch auf den Wegen dahin.

Ober-Roden ‐ Fühlen sich die Menschen im Ober-Röder Stadtteil Breidert sicher? Seniorenbeirat, Stadt und Verein „Bürger für Sicherheit in Rödermark“ gingen dieser Frage nach. Von Michael Löw

Die großen Aufreger - wie die Saufgelage hinterm Badehaus - gibt‘s im Breidert nämlich nicht. Rosemarie Heiß waren allenfalls ein paar Pizzaschachteln oder McDonalds-Tüten auf Bänken Richtung Wald aufgefallen.

Mehr als 20 Mal notierte Braun Wildwuchs. Meist ragten Äste über den Gartenzaun auf den Bürgersteig, gelegentlich verdeckten Bäume - darunter auch städtisches Grün - Straßenlampen.

Bäume wachsen bekanntlich auch unter der Erde. Die Wurzeln waren fünf Mal Grund zur Klage, weil sie Gehwegplatten hochdrückten. Diese Stolperfallen zu beseitigen, war Heinz Weber, dem Vorsitzenden des Seniorenbeirats, wichtig: „Auch das gehört zu einem barrierefreien Rödermark.“

Gute Noten bekam die Unterführung zwischen Breidert-City-Center und Tanzsporthalle. Bei einem ähnlichen Rundgang vor etwa fünf Jahren hatte sie noch Beklemmungen ausgelöst. Die Stadt reagierte prompt und verbesserte die Beleuchtung. Willkommener Nebeneffekt: Das Licht schreckte auch selbst ernannte Graffitikünstler ab.

Ähnliches erhoffen sich die Breidert-Bewohner jetzt an der Unterführung, die das Wohngebiet mit dem kleinen Park an der „Spalt-Tablette“ verbindet. Ordnungsamtsleiter Manfred Pauschert und sein Stellvertreter Stephan Brockmann wollen prüfen, wie Strom in die Röhre gelegt werden kann und sich vorsorglich nach vandalismusresistenten Lampen erkundigen.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare