Urteil am Amtsgericht Langen

Elferkrimi endet mit Schlägen

Urberach - Eine Prügelei nach dem hitzigen Elferkrimi beim EM-Spiel Deutschland-Italien im Juli 2016 musste jetzt vor Gericht in die Nachspielzeit. Ein Vater und dessen Sohn waren wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Das Amtsgericht Langen stellte das Verfahren zwar ein. Die Beschuldigten müssen aber 2100 Euro Geldstrafe an ihre Opfer zahlen, 1200 Euro der Sohn, 900 Euro der Vater.
Zu der Schlägerei war es am Rand eines Public Viewing in Urberach gekommen. Die Stimmung dabei war angesichts des äußerst knappen Viertelfinales (6:5 nach Elfmeterschießen) und vieler Fouls und Tretereien auf dem Spielfeld ohnehin aufgeheizt. Hinzu kam tüchtig Alkohol. Der Sohn des Mitangeklagten ließ sich dazu hinreißen, gegen Autos und einen Zaun zu treten. Außerdem verpasste er dem Grundstücksbesitzer hinterm Zaun eine Ohrfeige. Passanten mischten sich schließlich ein und rangen ihn zu Boden. Da kam der angetrunkene Vater zur Hilfe, zerrte an seinen Widersachern und würgte einen von ihnen kurz.

Das Gericht kam zu der Auffassung, das sei keine gefährliche, sondern lediglich eine einfache Körperverletzung gewesen und stellte das Verfahren gegen die Geldauflage ein. (bp)

Sterbenden Rentner ignoriert: Geldstrafen für Angeklagte

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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