Arbeiten beginnen Anfang März

Großbaustelle Bahnhofstraße mehrere Monate gesperrt

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Alles andere als fußgängerfreundlich ist die Bahnhofstraße. Das soll der Umbau ändern, der im März beginnt. Zugleich soll er aber eine mindestens 3,25 Meter breite Fahrbahn garantieren, denn die Bahnhofstraße ist Teil der L 3097.

Eine der wichtigsten innerstädtischen Verbindungsachsen wird ab März acht Monate lang gesperrt. Die Bahnhofstraße bekommt auf 380 Metern Länge eine neue Fahrbahn und breitere Bürgersteige.

Urberach - Vor dem Beginn der Straßenbauarbeiten nutzen die Versorger die Gunst der Stunde und sanieren die Wasser- und die störanfälligen Gasleitungen. Auch die Telekom will ihre Leitungen austauschen. Auf Wunsch der Stadt sollen zudem Leerrohre verlegt werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober. Solange bleibt die Bahnhofstraße von der Einmündung der Wagner- bis zur Traminer Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Umleitung ist ausgeschildert.

Die Bahnhofstraße ist in die Jahre gekommen; ihre Erneuerung stand vor 15 Monaten schon einmal an, wurde aber verschoben. Die Stadt plante von Anfang an auch eine Neugestaltung des Verkehrsraums. Denn für die vielfältigen Ansprüche (Fußgänger, Parken, Linienbus, Pkw- und Lkw-Verkehr) ist die Straße in ihrer jetzigen Form nicht mehr zumutbar. Problematisch sind vor allem die Gehwege, die an manchen Stellen nur 35 Zentimeter schmal sind. Auch Treppen, Fallrohre und parkende Autos machen das Laufen nicht gerade zum Vergnügen – insbesondere auf der Ostseite, wo Eltern mit Kinderwagen oder Gehbehinderte den Bürgersteig nicht durchgehend nutzen können.

Nur 35 Zentimeter misst der Bürgersteig an seiner schmalsten Stelle.

Was wird gemacht? Der östliche Gehweg soll zwischen den Hausnummern 57 und 35 auf mindestens 90 Zentimeter verbreitert werden. Dabei sollen aber eine Fahrbahn von mindestens 3,25 Metern und ein Parkstreifen von zwei Metern bleiben. Die Engstelle vor der Hausnummer 26 auf der Westseite soll auf circa 1,25 Meter verbreitert werden. Die Fahrbahn wird grundhaft erneuert und auf beiden Seiten mit einer Rinne aus Formsteinen versehen.

Michael Mierzowski, der Leiter der Tiefbauabteilung, bezifferte die Kosten des Straßenbaus auf etwa 650 000 Euro: 380 000 Euro zahlt Hessen Mobil für die Asphaltierung der Bahnhofstraße, die Teil der L 3097 ist. Rund 270 000 Euro muss die Stadt für Bürgersteige und die Bushaltestelle aufbringen. Möglicherweise wird"s teurer. „Das ist die Kalkulation von 2018“, warnte Mierzowski.

„Wir wissen, dass die kommenden Monate für die Anwohner, für die Einzelhandelsgeschäfte und für die Gewerbetreibenden eine Riesenbelastung werden. Aber die Arbeiten sind unumgänglich“, betont Bürgermeister Jörg Rotter.

Wirtschaftsförderer Till Andrießen und Rotter hatten Ladenbesitzer, Handwerker und Dienstleister nach ihren Wünschen gefragt. Ganz oben standen Parkplätze. Denn Bäcker, Metzger, Kiosk mit Lotto-Annahme und Friseur sichern quasi die Grundversorgung des Ortsteils. Die Stadt weist für ihre Kunden in der Robert-Bloch-Straße am Stichweg zur Bahnhofstraße Kurzzeit-Parkplätze aus. Zum Einkaufen reicht dies allemal.

Von den bisher 32 Parkplätzen sollen 30 erhalten bleiben. Die Aufwertung der Bahnhofstraße für Fußgänger und Radfahrer soll nach den Plänen von Hessen Mobil, Stadt und Versorgungsunternehmen nicht zulasten des ruhenden Verkehrs gehen. 

Geschäfte und Betriebe sind während der Baumaßnahme weiterhin zu Fuß erreichbar und bleiben zu den bekannten Zeiten geöffnet. Darauf wird mit zwei großen Bannern an den Zufahrten hingewiesen. Auf der städtischen Homepage und den Homepages von Badehaus, Kulturhalle oder Feuerwehr wird eine eigene Seite mit aktuellen und grundlegenden Informationen, Plänen, der Umleitungsstrecke und Kontaktdaten eingerichtet.

Die Arbeiten beginnen am Montag, 2. März, mit der Erneuerung der Versorgungsleitungen in zwei Etappen. Bauabschnitt 1 – bis etwa Mitte Mai – geht von der Wagnerstraße bis zu den Hausnummern 33/35. Während dieser Zeit kann man von der Traminer Straße bis zur Baustelle fahren; die Einbahnstraßenregelung wird aufgehoben. Dem schließt sich Bauabschnitt 2 von den Hausnummern 33/35 bis zum „Dalles“ an. Bis Ende Juli sollen die restlichen Leitungen im Boden liegen. Während dieser Zeit können Anlieger die Bahnhofstraße von der Wagnerstraße bis zur Baustelle in beiden Richtungen befahren.

Die grundhafte Erneuerung der Verkehrsflächen, wofür die Monate August bis Ende Oktober eingeplant sind, wird in Abstimmung mit der Stadt in der Verantwortung von Hessen Mobil durchgeführt.

VON MICHAEL LÖW

Quelle: op-online.de

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