Die Königskerze darf nicht fehlen

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Große Begeisterung herrschte bei den Kindern des Kindergartens St. Gallus, als Ingrid Killian mit ihnen eine Eiche entdeckte, von der gerade die Früchte herabfielen. Da gab’s natürlich viele Eicheln zum Mitnehmen in die Kita und zum Basteln.

Urberach - Einige Tage vor Mariä Himmelfahrt und der Kräuterweihe am 15. August sammeln katholische Frauen Kräutersträuße aus mindestens sieben verschiedenen Kräutern.

Eine Königskerze, auch Wetterkerze oder Muttergotteskerze genannt, sollte in der Mitte des Straußes nicht fehlen. In Urberach waren die Katholische Frauengemeinschaft und einige Kinder in der Kräutern.

Wenn in der Kirche St. Gallus heute Abend um 19 Uhr die überlieferte „Werzweih“ stattfindet, die Weihe der Kräutersträuße, dann ist für Ingrid Killian und ihre „Kräuterweiber“ von der Katholischen Frauengemeinschaft kfd die Arbeit getan. Sie hatten sich traditionell zum alljährlichen Kräutersammeln vor Maria Himmelfahrt getroffen, und auf den warmen, trockenen Wiesen brauchte es nicht mal Gummistiefel. Doch die Sommerhitze der letzten Wochen, die Frühjahrskälte zuvor und dazwischen der viele Regen haben an der Vielfalt der Kräuterernte genagt.

Nicht richtig froh über die Ernte

So richtig froh ist die Kräuterkennerin Ingrid Killian diesmal nicht über die Ernte. Wo sonst rote „Bludsdrobbe“ und „gele Raafone“, weißer Spitzwegerich und „Mäde süß“ zu finden und zu sammeln waren, gab’s diesmal überwiegend Grünes wie Beifuß und Breitwegerich.

Großen Spaß hatten auch wieder eine Gruppe Kinder aus dem Kindergarten St. Gallus, die mit ihren Betreuern Ingrid Killian auf ihrer Kräutersuche begleiteten. Viel Neugier und Vergnügen bereiteten den Jüngsten die fast reifen Kastanien am Wegrand und die große Eiche mitten im Grün, die gerade ihre Eicheln fallen lässt. Rasch sammelten sie die Früchte für die Basteleien in der Kita ein.

Nachmittags fanden sich die Kinder im Pfarrgarten ein, wo die Kräuterfrauen ihre Sträuße für die Gottesdienstbesucher banden. Die Kinder durften ihre eigenen kleinen Gebinde zaubern und mitnehmen.

Üblichen Sammelstellen nicht zu nutzen

Mit dabei auf Kräutersuche waren in diesem Jahr auch Brigitte und Hugo Badenheim aus Offenthal. Wegen der Großbaustelle sind ihre üblichen Sammelstellen in diesem Jahr nicht zu nutzen, so schlossen sie sich den Urberacher kfd-Frauen an.

Eigentlich ist der 15. August, „Maria Himmelfahrt“ der traditionell Kräuterweihetag, doch in Urberach gibt’s die Sträuße schon heute vor der Abendmesse um 19 Uhr gegen eine Spende – wenn auch nicht überall die überlieferten Sorten Blumen und Kräuter drin sein werden, die einen fürs Auge, das anderen für die Gesundheit.

Am morgigen Donnerstagabend, am Festtag Maria Himmelfahrt, um 19 Uhr gibt’s dann in der Kirche St. Nazarius die Möglichkeit, selbst mitgebrachte Sträuße weihen zu lassen.

chz

Quelle: op-online.de

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