Kinder-Leseclub 

Literatur baut Brücken

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Nicht nur an speziellen Aktionstagen wird im „SchillerHaus“ in Urberach vorgelesen. Der Leseclub dort ist vielmehr eine regelmäßige Einrichtung. 

Im „SchillerHaus“ braucht’s keinen Internationalen Tag des Lesens, um die Bedeutung von Literatur als Brückenbauer zwischen den Kulturen zu erkennen und Lesekompetenz zu fördern.

Urberach – Auch so sitzen dort die Kinder regelmäßig vor ihrer Vorleserin und lauschen konzentriert deren Worten – egal ob es Märchen oder Geschichten aus dem richtigen Leben sind. Dreimal wöchentlich ist der Leseclub im „SchillerHaus“ heißgeliebter Anlaufpunkt für Bücherfreunde.

Noch relativ unbekannt in der Stadt ist der Leseclub für Sechs- bis Zwölfjährige, der sich in einem eigenen Raum dort sehr wohl fühlt. Betreut wird er von Mitarbeitern der Stadt, finanziert weitgehend von der Stiftung Lesen, die seit mehr als 25 Jahren für erfolgreiche Leseförderung in Deutschland steht. Denn: Wer nicht richtig lesen kann, hat schlechte Chancen in unserer Gesellschaft.

Lesen, Lesefreude wecken, Lesekompetenz stärken – das ist das Ziel auch des LeseClubs im „SchillerHaus“. Zuletzt waren es Mutter und Tochter, Tülay und Emine Kuzkaya, die dort für das angenehme Klima sorgten und vorlasen und immer wieder auch dazwischen Spiele betreuten.

Knapp zehn Kinder sind es, die montags bis freitags nach der Hausaufgabenhilfe vorbeikommen – und das gerne, wie man spürt. Für sie ist der Leseclub ein Ort der Entspannung nach dem Schul- und Aufgabenstress – und da hört man gerne einfach nur mal zu. Gekrönt wird die Arbeit des Leseclubs mit besonderen Aktionen. Zum Beispiel mit der langen Lesenacht, in der im Schlafanzug vorgetragen wird. Oder mit einem Ausflug in die Urberacher Bücherei etwa am Freitag, 13. Dezember, ab 14.30 Uhr, an dem sich auch Eltern beteiligen dürfen.

Literaturrunden gehören auch im Artemed Pflegestift an der Rodau zum festen Programm. Zuletzt war dort Uta Schmidt, Leiterin des städtischen Ehrenamtsbüros, zu Gast. Sie unterhielt die Senioren nicht nur mit Geschichten über die verschiedenen Epochen des Lebens, sondern tauchte gemeinsam mit ihnen tief in die Vergangenheit ein.

Nach jeder Episode gab es einen regen Erfahrungsaustausch, es wurde eifrig in Erinnerungen geschwelgt. Interessante und anrührende Geschichten über den ersten Kuss, den ersten Freund oder auch das harte Leben auf den Dörfern und in der Landwirtschaft waren zu hören.

Quelle: op-online.de

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