Ein glücklicher Zufall

Mark Huebner stellt weltweit und ausnahmsweise in Rödermark aus

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Knappe neun Quadratmeter ist Mark Huebners „The Last Supper“ groß. Das Bild soll zu einem Hingucker des Festivals „Kultur ohne Grenzen“ werden.

Kunst ist manchmal nicht nur inhaltlich sperrig. Mark Huebner beweist"s mit seiner Installation „The Last Supper“, die die Rödermärker erstmals beim ökumenischen Pfingstgottesdienst (10. Juni, 10. 30 Uhr, Weidenkirche) zu sehen bekommen.

Urberach – Seinen großen, sozusagen offiziellen ersten Auftritt hat das Monumentalwerk dann bei „Kultur ohne Grenzen“ am 14. Juni am Urberacher Entenweiher-Park.

Mark Huebner, 1966 in Frankfurt geboren, ist ein weltweit ausstellender Künstler, der fast 20 Jahre in Costa Rica lebte. Und 2018 ins Rhein-Main-Gebiet zurückkehrte. Ein glücklicher Zufall brachte ihn mit den Machern des Kulturfestivals zusammen: Wilhelm Glaser von der Rödermärker Künstlergruppe KiR sah die Kleinversion von „The Last Supper“ in der Urberacher „Ideenschmiede“ hängen und war sofort davon angetan. Handwerker Bert Jeschke und der malende Bildhauer sind Freunde. Bei dieser Konstellation musste KiR-Chefin Sylvia Baumer nicht lange nachdenken.

Und so kommen Gottesdienst- und Festivalbesucher in den Genuss eines Bildes im XXL-Format. „The Last Supper“ heißt nicht nur übersetzt „Das letzte Abendessen“, sondern erinnert auch gewaltig an Leonardo da Vincis „Letztes Abendmahl“: Um einen Tisch hat Huebner 13 Stahlstifte gruppiert; es könnten Jesus und die zwölf Apostel sein. Sie beschützen ein kleines Stück Wald – Dschungel aus dem mittelamerikanischen Land, das lange Huebners Heimat war. Die Bedrohung der Natur hat ihn inspiriert.

Das Bild ist vier Meter breit und 2,20 Meter hoch. Jeschke hat ihm einen Rahmen aus Stahlrohr verpasst und das Werk in zwei Baumstämme eingelassen. Die Wucht des Objektes ist ein Aspekt des „Last Supper“, die Verletzlichkeit des Dschungels der andere. Kritiker beschreiben"s so: „... ein herausragendes Beispiel der Verschmelzung vom Leben im Urlaub und der postindustriellen Arbeit der Vergangenheit“.

Nach Ansicht von Bürgermeister Roland Kern passt Huebners „vielschichtige Botschaft“ bestens zum Festival. Dort wird es am Freitag, 14. Juni, um 22.30 Uhr symbolisch enthüllt. Begleitet von Chören aus der ungarischen Partnergemeinde Bodajk und der polnischen Stadt Plesna interpretiert Rita Erlebach „The Last Supper“.  lö

Quelle: op-online.de

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