Leben atmen in Gemeinschaft

Am ökumenischen Frühstücksbüfett vergessen Frauen den Alltag

+
Allemal eine Augenweide und ebenso lecker im Geschmack: Das Büfett beim ökumenischen Frauenfrühstück im Saal der Petrusgemeinde Urberach erfreut viele Sinne.

Urberach – Zum 14. Mal schon war der Saal des evangelischen Gemeindehauses bis auf den sprichwörtlich letzten Platz besetzt. Das ökumenische Frauenfrühstück hat ein ebenso großes wie treues Publikum, nur mit Anmeldungen kann der Vorbereitungskreis die Anfragen bewältigen.

Was macht den Reiz aus, dass sich Frauen an einem frühen und ansonsten wohl freien Samstagmorgen zusammenfinden und jedes Mal entspannt und doch voller neuer Gedanken rund um die eigene Rolle in diesem Leben heimgehen?

Schon die Umgebung ist dieses Aufstehen wert. An liebevoll gedeckten Tischen lässt sich gut Platz nehmen; ruhige Musik – zumeist vom gemeindeeigenen Gitarrenkreis – und ein kleiner Einstieg in den Morgen erleichtern das Abschalten von den häuslichen Aufgaben und Sorgen. Ein kurzes Dankgebet leitet über in das ausgiebige Frühstück vom abwechslungsreichen Büfett.

Hier gibt’s vom Fünf-Minuten-Ei und zahlreichen Salaten und Chutneys bis zum süßen Kuchenabschluss fast alles, handgemacht und mit regionalem Charakter. Während des gemeinsamen Essens ergeben sich rege Tischgespräche, keineswegs nur christlich zentriert, sondern durchaus rund um die Nöte der Frauen am Tisch.

Hauptteil des Vormittags ist der Vortrag einer sorgfältig ausgewählten Referentin, der sich um frauenspezifische Themen oder allgemeine Schwerpunkte aus der Sicht einer Frau dreht. Fragen, die oft unausgesprochen Frauen bewegen; Gedanken, die oft mit niemandem geteilt werden oder einfach nur einmal der Bestätigung bedürfen. Zum 14. Frühstück kam Sängerin und Gesangstrainerin Beate Ling aus Stuttgart ins Gemeindehaus. Schon der Einstieg entspannte die Besucherinnen; mit geschlossenen Augen ließen sie unter den klangvollen Tönen verschieden großer Gongs ihre eigenen Sorgen los.

Beate Ling singt und gestaltet Lieder christlicher Liedermacher wie auch eigene Titel, derzeit mit dem Schwerpunkt „Leben atmen“. Unter diesem Motto ist auch ihre neueste CD erschienen. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme fasst sie in Worte und Töne, was die Seele bewegt. Die Sehnsucht nach Freiheit, nach Loslassen und Gelassenheit findet eine sehr persönliche und lebensnahe Ausdrucksform.

„Leben atmen“ - mit Kurzgeschichten bettet Beate Ling ihre Musik, die immer wieder zum Mitsingen einlädt, in ihre eigene Lebensgeschichte und ebenso in das Leben der Frauen im Saal ein. Die Zuhörer werden ermutigt, ihre individuelle Vergangenheit anzunehmen und mutige Schritte nach vorne zu gehen, immer mit dem Blick auf den göttlichen Ursprung allen Lebens. Die Besucherinnen im Saal der Petrusgemeinde zeigten sich sichtlich beeindruckt von diesem Vormittag voll guter Nahrung für Leib und Seele.

Im Herbst lädt das zehnköpfige Frauenfrühstücks-Team, meist begleitet von Pfarrerin Sonja Mattes, zum nächsten Frauenfrühstück ein: am 21. September um 9.30 Uhr. (chz)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare