Wirken gewürdigt

Verneigung vor Heinz Jakobi

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Viele langjährige Mitglieder bildeten den würdigen Rahmen für die Ehrung von Heinz Jakobi, dem großen, alten Mann des KSV.

Bei einer sehr emotionalen Matinee verbeugte sich der KSV vor dem 94-jährigen Heinz Jakobi, dem großen, alten Mann des Vereins. Er trat im (Wieder-)Gründungsjahr 1949 in den damals neu zusammengestellten Verein ein.

Urberach – Der historisch bewanderte Jubilar hielt eine bewegende Ansprache, in der er an den 16. Januar 1949 erinnerte: 132 Mitglieder der bisherigen Freien Turn- und Sportgemeinde Urberach, des Volkschores Urberach und des Vereins für Leibesübungen Urberach sowie der Naturfreunde gründeten an diesem Tag den heutigen KSV.

Heinz Jakobi selbst war zu diesem Zeitpunkt kein Mitglied eines der ursprünglichen Vereine, wurde aber von einem weiteren Nicht-Mitglied für den Vorstand vorgeschlagen. „Heute würde man die Gültigkeit dieser Wahl wohl anzweifeln, doch damals in der Zeit des Aufbruchs nach dem schrecklichen Krieg war jeder willkommen, der bereit war, bei der Mammutaufgabe eines Neubeginns anzupacken“, blickte der Jubilar zurück.

„Die Jahrgänge meiner Generation wurden in der Schule wie in der beruflichen Ausbildung vor allem zu guten Deutschen erzogen, die in erster Linie glaubten. Viele von ihnen waren in der sogenannten neuen Zeit bereit, sich nützlich zu machen, und übernahmen Funktionen.“ Die vier KSV-Vorgänger waren Arbeitervereine, die im Hitler-Deutschland verboten waren. Mit gerade mal 23 Jahren wurde Heinz Jakobi Schriftführer. Vorsitzender wurde Schorsch Rumpf, Stellvertreter Johannes Weber.

Ab diesem bedeutungsschweren Tag war Heinz Jakobi – Gewerkschafter, Sozialdemokrat und tatkräftig am Bau des Naturfreundehauses beteiligt – nicht nur Vorstandsmitglied, sondern überhaupt das erste echte Mitglied im neuen KSV. Mit einem herzlichen „Glück auf“ dankte der 94-Jährige am Sonntagmittag allen Engagierten für ihre Mitarbeit und Unterstützung: „Denn was nützen die kühnsten Gedankenflüge eines Vorsitzenden, wenn es keine Resonanz bei der Basis gibt und diese ihre Bereitschaft zeigt, den neuen Weg mitzugehen.“

Drei Jahrgänge treuer Vereinsmitglieder wurden in der KSV-Halle geehrt. KSV-Vorsitzender Werner Popp nannte alle ihre Namen und würdigte jene mit Blumen und Urkunden, die den Weg zu Sekt, Saft, Wurst und Weck nicht gescheut hatten. Für 2017 waren dies Markus Suderleith und Maximilian Sulzmann (25 Jahre), Holger Behnicke, Stephan Hajdu und Klaus Strache (40 Jahre), Erika Eder und Elke Zuflucht (50 Jahre), Gerd Krauß (60 Jahre) und Edgar Löbig für 70 Jahre als KSV-ler. Ebenfalls rückwirkend für 2018 wurden Horst Braunschweig, Ludwig Hechler, Klaus-Peter Maaß und Mareike Suderleith für 25 Jahre und Lars Löbig für 40 Jahre Vereinstreue geehrt. Seit 50 Jahren sind Jürgen Frank, Ursula Kraus, Inge Sturm und Marion Weber KSV-Mitglieder; seit 70 Jahren sogar Willi Sachs aus Messel. Zu den in diesem Jahr zu Ehrenden gehören Hildegard Braunschweig, Reinhard Groh, Karl Klisch, Roswitha Peiseler-George und Lydia Suderleith für 25 Jahre.  chz

Quelle: op-online.de

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