Vandalen toben sich in Kirche aus

Urberach (chz) - Vandalismus in der Petruskirche: Rauch, Zigarettenkippen auf dem Boden, Kaugummis an den Bänken, zerrupfte Blumen auf dem Fußboden und durchs geöffnete Fenster ins Freie geschleudert, Schränke aufgerissen, Kerzen abgegriffen, angezündet und dann unbewacht brennen lassen.

Die Urberacher Protestanten leiden wieder einmal unter jugendlicher Unvernunft und Verantwortungslosigkeit, die im normalen Umfeld schon grob fahrlässig ist, in einer Kirche aber schwere Folgen haben kann.

Schon im vergangenen Sommer war die rund um die Uhr geöffnete evangelische Kirche Ziel halbstarker Rabauken. Nach eindringlichen Gesprächen, die leider von Seiten der Jugendlichen oft respektlos geführt wurden und verbal auch schon mal entgleisten, war eine Zeit lang Ruhe. Jetzt ist der grobe Unsinn zurück.

Kirche künftig abschließen?

Der verstärkte Vandalismus in der Petruskirche bringt derzeit die evangelischen Gruppierungen wieder ins Grübeln: Muss die stets unverschlossene Kirche, die jedem Menschen einladend offen steht, wieder geschlossen werden?

Besonders betrübt sind Pfarrer Oliver Mattes und der Kirchenvorstand, dass gerade jene Altersgruppe, für welche die Petrusgemeinde bewusst viel anbietet, dabei beteiligt ist. Seiner Ansicht nach sollte dies eine dringende Warnung an die politisch Verantwortlichen sein, für Jugendliche in Urberach neben dem „SchillerHaus“ weitere Treffpunkte zu schaffen.

„Wir können nicht alle fünf Minuten in unserer Kirche vorbeischauen, deshalb bitten wir Nachbarn und Passanten herzlich, ein wachsames Auge zu haben und die Betroffenen anzusprechen oder uns Bescheid zu geben“, appelliert Pfarrer Oliver Mattes.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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