Schaukasten aus Sicherheitsglas zertrümmert

Einsame Weidenkirche lockt Vandalen an

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Wieder einmal haben Rowdys den Schaukasten der Weidenkirche zertrümmert.

Urberach (chz) - Dummer-Jungen-Streich oder Vandalismus? Das fragen sich wieder einmal die sechs Rödermärker Pfarrer angesichts des demolierten Schaukastens vor der Weidenkirche. Ein Dietzenbacher Amtsbruder hatte das Malheur bei einem Spaziergang entdeckt.

Vor kurzem erst war der stabile Schaukasten mit kräftigen Blechen und besonders starker Verglasung in Betrieb genommen worden; nun liegt erneut ein Scherbenhaufen in der „Grünen Mitte“. „Wer macht so etwas?“ fragen sich die Pfarrer und sind ratlos über so viel Unverstand. Zumal die Weidenkirche ja schon mehrmals Opfer solcher Untaten wurde. Einmal verschandelte ein Klobecken den Altar, des Öfteren wurden die Holzkreuze zerbrochen und der Schaukasten zerdeppert.

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Hoffen auf den Zufall

Diesmal haben sich die Pfarrer den Gang zur Polizei gespart und auf eine Anzeige verzichtet. Alle bisherigen kamen nämlich schon der Staatsanwaltschaft mit dem Vermerk „Verfahren eingestellt“ zurück, weil keine Täter ermittelt werden konnte. Kein Wunder: An der abgelegen Kirche sind sie meist ungestört.

Seit Anfang Oktober ist die Weidenkirche offiziell im Winterschlaf. Doch am Freitag, 16. November, treffen sich die Kinder der Kindertagesstätten St. Gallus und St. Nazarius um 18 Uhr auf halbem Weg zwischen Urberach und Ober-Roden wieder zu einer Lichterandacht. Sie unterstützen damit die Aktion des Bistums Mainz „Eine Million Sterne – damit Kinder leben.“ Treffpunkte sind um 17.30 Uhr an der Kita St. Nazarius und am Badehaus; anschließend ziehen die Teilnehmer mit Laternen und Taschenlampen zur Weidenkirche: Die Aktion will darauf aufmerksam machen, dass viele Kinder – auch in Deutschland – in Armut leben.

Quelle: op-online.de

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