Spielleiter Schrod wird verabschiedet

Programm auf hohem Niveau

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Zum letzten Mal moderiert Spielleiter Dietmar Schrod den Spielplan der neuen Saison in der Kulturhalle spannend und informativ an. Hier stellt er das Trommelspektakel „Alpin Drums“ vor. Die neue Show des Yellow-Hands-Erfinders Toni Bartl verspricht ein „Hammer“ zu werden.

Ober-Roden - Zum siebenten Mal präsentierte das Kulturhallenteam mit einem kostenlosen Theaternachmittag das Programm der nächsten Spielzeit – ein nahezu einmaliges Angebot in der Region, das von anderen Gemeinden interessiert verfolgt wird.

346 feste Abonnementsadressen waren angeschrieben worden, weit über 500 Interessierte genossen einen Nachmittag lang die Vorschau auf die Theatersaison 2013/14.

Programmchef Dietmar Schrod , Fachbereichsleiter Gregor Wade und Rita Bien vom Kulturbüro in der Kulturhalle blickten auf die letzte Spielzeit zurück, erläuterten die neuen Programmstrukturen und Abonnementsveränderungen und nahmen im Foyer bei Snacks und Getränken erste Abonnementswünsche entgegen, ehe ein kostenloser Schnupperauftritt noch mehr Lust auf Andreas Wellano und seine Karl-May-Satire im Mai nächsten Jahres machte.

Schutzschirm geht am Kulturetat vorbei

Gute Nachricht vorweg: Der finanzielle Schutzschirm, unter dem die Stadt in all ihren Bereichen demnächst zum Sparen gezwungen ist, geht am Kulturetat in der nächsten Saison noch vorbei. Erst ab 2014/2015 müssen auf der Einnahmeseite rund 10.000 Euro mehr stehen – doch auch davor ist Gregor Wade nicht bange; er glaubt das gut stemmen zu können. Nicht mehr zur Seite steht ihm dann allerdings der langjährige Spielleiter Dietmar Schrod, dessen Honorarvertrag nach dem 31. Mai nicht verlängert wurde, was der seit mehr als 18 Jahren im Rödermärker Kulturbetrieb Engagierte zum Abschied mit kräftiger Ironie quittierte: Die Stadt stecke das Geld lieber in den Ausbau des Glasfasernetzes, um die User noch rascher zu verdummen. Dem widersprach Bürgermeister Roland Kern bei der Verabschiedung von Dietmar Schrod heftig, verwies auf die eigens dafür gegründete GmbH und dankte statt dessen dem nach so langer Zusammenarbeit nun scheidenden Programmchef herzlich: „Mit seiner Erfahrung und seiner Kreativität hat er der Theater- und Musikwelt gut getan. Ohne ihn würde unsere Kulturhalle nicht diesen hervorragenden Ruf in der Rhein-Main-Region haben.“ Zudem versprach Roland Kern, dass das Kulturhallen-Team bereit und in der Lage sei, die bisherigen Leistungen weiter zu erbringen – „ich stehe als Kulturdezernent dafür grade!“

In der kommenden Spielzeit, die noch unter der Leitung von Dietmar Schrod zusammengestellt wurde, werden wieder verschiedene Abonnementreihen (Musical/Show, Musiktheater, Theater Boulevard und Theater Kabarett) angeboten. Dazu kommt das im letzten Jahr sehr stark angenommene Wahl-Abonnement, das statt der Preisermäßigung von rund 17 Prozent zwar nur zehn Prozent bietet, dafür aber die freie Wahl von vier und mehr Veranstaltungen quer durch alle Sparten ermöglicht.

Zusammenarbeit mit AZ wird weitergeführt

Fortgeführt wird auch die Zusammenarbeit mit dem Alternativen Zentrum AZ bei der Theater-Kabarett-Reihe – hier haben beide Ausrichter jeweils zwei Angebote eingebracht.

Drei kleine Änderungen bringt die neue Spielzeit mit sich: Die abendlichen Sonntagsveranstaltungen beginnen nun immer um 19 Uhr. Die Rücknahme gekaufter Eintrittskarten geht nur noch bis einschließlich des Vortages der Veranstaltung. Zudem wird „Kulturzeit“, ein gemeinsamer Newsletter mit der Stadtbücherei, regelmäßig über das Neueste im Bereich Kultur in Rödermark informieren.

Mit 23 Vorstellungen in der neuen Spielzeit ist deren Zahl wieder angestiegen. Neben den regelmäßigen „Tops“ wie dem Neujahrskonzert, den 12 Tenören oder dem Traumtheater Salome gabs auch Flops wie „Der blaue Engel“, das durch seine Interpretation durch Dr. Rüdiger Böhle etwa oder den Bühnenbildbesuch ein ganz anderes Publikum erfreute.

Wieder gestiegen ist in der abgelaufenen Saison die Zahl der Abos um etwa 250 auf 5 422, wobei vor allem die 4 024 Wahlabos zu Buche schlugen. Doch auch der Einzelkartenverkauf nahm kräftig zu. Erste Ausblicke auf die Leckerbissen der neuen Saison folgen in einer unserer nächsten Ausgaben.

chz

Quelle: op-online.de

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