Verbeugung vor dem Ehrenamt

+
Sie arbeiten seit Jahren fast unbeachtet von all jenen, die nicht in täglicher Not leben: das Rödermärker Brotkorb-Team, das ohne Ferien rund ums Jahr Lebensmittel einsammelt und in der Petrusgemeinde an Bedürftige verteilt.

Ober-Roden (chz) - Mit der Matinee des Ehrenamtes ehrt die Stadt alljährlich seit 2007 bürgerschaftliches und soziales Engagement. Ob Ehrenurkunden, Jugendbrief, Verdienstplaketten in Bronze, Silber und Gold: es trifft immer die Richtigen.

Diesmal wurden die Ehrenzeichen in einem neuen Gewand verliehen, das den Gästen ein lebendigeres Bild der Jubilare zeichnete. Peter Odermann hatte (natürlich ehrenamtlich) alle Preisträger an ihren Wirkungsstätten besucht, sie zu ihrer Arbeit befragt und daraus eine kleine Videosequenz gebastelt. Herzlicher Beifall der vielen Ehrengäste aus Politik, Vereinen und Kirchen sowie der Familien der Preisträger erleichterte den Geehrten so den Weg auf die Bühne.

Ihr positives Wirken für die Allgemeinheit wurde aus den Filmaufnahmen deutlicher als aus den reinen Würdigungstexten. Schon beim ersten Auftritt des Tages, der Vorstellung von Valentin Beckmann und Alfred Rebel als langjährigen guten Seelen der Kita St. Nazarius, zeigte sich die Vielfalt dieser Auszeichnungen und der Charme des neuen Ablaufs.

Nicht nur für 30 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Wehrführer und Vereinsvorsitzender bekam der langjährige Stadtbrandinspektor Waldemar Schrod von Bürgermeister Roland Kern und Stadtverordnetenvorsteher Jörg Rotter die Verdienstplakette in Gold überreicht.

Gemeinsam mit ihnen bekamen Hans Derichs (Initiative Selbsthilfe MS-Kranker), Birgit Weber und Carsten Gerhold (Jugendarbeit Freiwillige Feuerwehr Ober-Roden), Martin Hofmann (Vorsitzender BSC Urberach, Rodauschiffer), Rudi Hartung (KGV Erlenwald) und Wolfgang Schwerber (Germania Ober-Roden) Ehrenurkunden überreicht, dazu der gesamte Helferkreis des Rödermärker Brotkorbs, auf der Bühne vertreten durch Ingeborg Strasser und Marita Weber.

Verdienstplaketten oder Sportplaketten in Bronze gingen an Jörg Seitel (Freiwillige Feuerwehr Urberach), Arno Mieth (Tischtennisclub Ober-Roden), Helmut Weckesser (Rejoice-Chor), Marc Griesmann (BSC Urberach), Albert Böttner (Jazzclub Rodgau-Rödermark) sowie an Evi Sulzmann für ihr Engagement in der Städtepartnerschaft mit Bodajk.

Förderverein und „Schülerkiste“ geprägt

Betroffene Stille kehrte ins Foyer der Kulturhalle ein, als Bürgermeister Roland Kern den wenige Tage zuvor verstorbenen früheren Konrektor der Schule an den Linden, Dieter Hellmann, mit der Bronze-Plakette auszeichnete und dessen Vorstellungsvideo, wenige Stunden vor seinem Tod aufgenommen, auf der Leinwand lief. Er hatte den Förderverein und die „Schülerkiste“ der Schule ganz entscheidend geprägt.

Ina März, seit Jahren eifrige Mitarbeiterin in der Jugendarbeit der evangelischen Petrusgemeinde Urberach, ist neue Inhaberin des Rödermärker Jugendbriefes, den ihr Bürgermeister Roland Kern und Stadtverordnetenvorsteher Jörg Rotter überreichten.

Vier Preisträger erhielten die Verdienstplakette in Silber: Dietolf Fecher vom VdK Ober-Roden, Lothar Rickert als Kopf des Alternativen Zentrums Rödermark sowie Hans Hitzel und Gerdi Ziegler – er für lange Jahre als Vorstand und Vorsitzender der Lehrschen Chöre, sie als Chefin des Frohsinn Frauenchores.

Den Rödermärker Jugendbrief bekam Ina März (17) überreicht. Seit Jahren arbeitet sie in der Jugendarbeit der evangelischen Petrusgemeinde Urberach mit und hilft bei der Organisation von Freizeiten für Jung und Alt.

Verdienstplakette in Gold

Mit der Auszeichnung der Verdienstplakette in Gold wurde unter lebhaftem Beifall Waldemar Schrod geehrt: 30 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Wehrführer in Ober-Roden, 25 Jahre zugleich Vereinsvorsitzender, ebenso lange (bis Ende kommenden Monats) Stadtbrandinspektor und stets bemüht um die Weiterentwicklung der Wehr zugunsten der Sicherheit der Rödermärker Bürger – das spricht für sich.

Als humorvollen Ausklang der Ehrung, die Waldemar Schrod natürlich auch in seiner Feuerwache vorstellte und die vom Geehrten selbst noch kommentiert wurde, brachte Bürgermeister Roland Kern seinen Vers zum Vortrag, den er beim Familientag der Wehr zum Besten gegeben hatte: „Wer Wehren führte Jahr um Jahr, so unnachahmlich wie kein andrer war, ja dieser Mann heißt Waldemar!“ Das herzliche Gelächter des Auditoriums leitete zum geselligen Teil über, der wie auch die Ehrung von Vitaly Baran und Roland Ulatowski vom Jazzclub musikalisch umrahmt wurde.

Quelle: op-online.de

Kommentare