Vereinsheim der Diana-Schützen

Asbestzement macht Dachsanierung teuer

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Hellgrau: schon neu; dunkelgrau: noch alt. Das Dach des Schützenheimes des SV Diana wird in zwei Wochen mitsamt allen Anschlüssen durchgehend neu erstrahlen, verspricht Willi Reinhart von der Sanierungsfirma Klemens Ott.

Ober-Roden - Vor gut 40 Jahren, als die Diana-Schützen ihr Vereinsheim bauten, war Eternit ein ebenso billiges wie weit verbreitetes Material. Heute sind die Platten asbesthaltiger Sondermüll und müssen teuer entsorgt werden. Das trieb die Kosten der Dachsanierung in die Höhe.

Seit vielen Jahren geplant, musste der Schützenverein die Renovierung jetzt in Angriff nehmen, weil das Dach an vielen Stellen gerissen war. Wassereinbrüche waren die Folge. Gefahr war im Verzug, denn das Wasser drohte das Gebälk noch mehr zu verschieben als es jetzt schon der Fall ist. „Zeitweise hatten wir reihenweise Eimer im Schießsportbereich aufgestellt“, schilderte Diana-Vorsitzender Stefan Junge den Ernst der Lage. Die Kosten betragen etwa 110.000 Euro, die Hälfte etwa muss der Verein aus eigenen Mitteln bestreiten.

Die 500 Euro, die Bernd Senger (rechts) für seinen Verein als Mitarbeiter der Sparkasse ausgeschüttet bekam, übertrumpften farblich jene 25 000 Euro, die Ministerialrat Heinz Zielinski (3. von rechts) von der Landesregierung mitgebracht hatte. Weiter im Bild: Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel (links), Diana-Vorsitzender Stefan Junge (2. von links) und Gregor Wade als Vertreter der Stadt.

Prof. Dr. Heinz Zielinski, Ministerialrat im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, brachte den Landeszuschuss von 25 000 Euro im Schützenhaus vorbei - sehr zur Freude des Vorstandes: „Ein dicker Brocken für den von Bernd Senger aufgestellten Finanzierungsplan, dank dem wir vielleicht das eine oder andere zusätzlich richten können“, sagte Stefan Junge. Er hofft, 2014 die restlichen Zuschüsse zu bekommen, 10 Prozent vom Kreis und 20 Prozent von der Stadt. Junge: „Die Politik weiß, wie wichtig die Vereine sind, schließlich spart das Land an jedem Jugendlichen, der vom Verein von der Straße geholt wird.“ Gregor Wade, der Leiter des Fachbereichs Vereine, Kultur und Ehrenamt, bestätigte die 11 900 Euro, die die Stadt noch in diesem Jahr bereitstellt, wenn die Rechnungen rechtzeitig einlaufen, und verwies auf einen deutlich höheren Betrag, der für kommendes Jahr vorgesehen und relativ sicher ist.

Informationen auf der Internetseite der Diana-Schützen

Zur Finanzierung trug auch Vereinskassierer Bernd Senger bei – hatte er sich doch bei seinem Arbeitgeber, der Sparkasse Dieburg, um einen Zuschuss aus deren Jubiläumsstiftung beworben und bekam nun 500 Euro für „seine“ Diana. „Bei uns ist Verantwortung auf viele Vorstandsschultern verteilt. Wir haben witterungsbedingt erst Anfang September mit den Arbeiten beginnen können, aber wir hoffen in rund 14 Tagen fertig zu sein“, machte Stefan Junge seinen Vereinsfreunden Hoffnung auf ein baldiges Ende der Renovierung. Ausgesprochen ruhig nahm auch Willi Reinhart von der Baufirma Klemens Ott die Lage am Dach: „Hier gibt’s keine Schwierigkeiten. Wir haben ja vorher gewusst, was auf uns zukommt.“ – etwa die luftdichte Verpackung des zu asbestbehafteten Dachmaterials, das bis zur endgültigen Entsorgung auf dem Diana-Gelände gelagert wird.

(chz)

Quelle: op-online.de

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