Fusionsgespräche zwischen KSV und MTV Urberach

Verhandlungen auf Augenhöhe: Verschmelzung 2019

Urberach - Die Mitglieder des KSV Urberach haben den Vorstand zu Fusionsverhandlungen mit dem MTV beauftragt. Der Zusammenschluss auf Augenhöhe soll im Lauf des Jahres 2019 vollzogen werden.

Die größten Urberacher Vereine, MTV und KSV, rücken immer enger zusammen. Unter dem Stichwort „Auftrag zur Zukunftssicherung“ gaben die KSV-Mitglieder dem Vorstand grünes Licht für die Aufnahme von Fusionsverhandlungen. Knapp 70 der gut 950 KSV-Mitglieder kamen zu Hauptversammlung, die Hans-Werner Nünninghoff routiniert leitete. Das Fusions-Paket des Vorstandes wurde ohne Gegenstimmen bei drei Enthaltungen angenommen.

Vorsitzender Werner Popp hatte mit einem engagierten Appell für den Zusammenschluss von KSV und MTV geworben: Die Anfang 2017 begonnenen Kooperation habe die „deutlich überwiegenden Vorteile“ für alle Mitglieder nachvollziehbar gemacht: Gemeinsame Sportangebote und größere Sportstätten, Nutzung der Netzwerke beider Vereine, Bündelung von Ressourcen bis hin zum Einsatz von Übungsleitern bei Engpässen, eine größere Lobby gegenüber Kommune, Kreis und Verbänden sowie eine einfachere Sponsorengewinnung. Dies alles, so Popp, waren gewichtige Gründe, um mit dem MTV Urberach eine Kooperation einzugehen. Dessen Vorstandsmitglied Werner Burmeister nahm an der KSV-Versammlung teil.

Das bedeute nicht, dass der KSV seine eigene Kultur aufgegeben wird - und der MTV natürlich auch nicht. Zwei Partner haben umfangreichere und kostengünstigere Angebote zusammen Interessenten präsentiert. Jetzt gelte es, aus der Schnupperphase Nägel mit Köpfen zu machen. Wichtigste Themen sind die Vereinsvermögen und -immobilien.

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„Vor uns liegt noch viel Detailarbeit“, sagte Werner Popp gestern gegenüber unserer Zeitung. Diese Einzelheiten müssten von Juristen geklärt werden, damit die Verschmelzung, bei der beide Vereine gleichberechtigte Partner sind, wasserdicht ist. Sie soll im Lauf des nächsten Jahres vollzogen werden. Der neue Verein hätte dann rund 2000 Mitglieder. Diese breite Basis erleichtert die Besetzung freier Vorstandsämter. KSV-Chef Werner Popp hatte bei der Versammlung lange nach einem Schatzmeister und einem Schriftführer gesucht. (lö)

Quelle: op-online.de

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