Verregnete Rechte der Kinder

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Ein ausgedienter Traktor regt alle kleinen Farmbesucher zum Klettern und Staunen an.

Urberach - Die Kinderrechte standen im Mittelpunkt des Römkids-Tages am Samstag auf der Kinder- und Jugendfarm. Zum zehnten Mal veranstalteten Institutionen, die sich auf das Leben der Kinder konzentrieren, ein Fest für Rödermärker Kinder, kurz Römkids genannt.

Von Seiten der Stadt liegt die Organisation in den bewährten Händen von Edith Itta, der Leiterin der Fachabteilung Jugend, Maria Schmitt-Küchler, der Leiterin der pädagogischen Fachberatung, und Stephanie Grabs, der Leiterin der offenen Jugendarbeit. Viele Kindergärten und Tagespflegeeinrichtungen, die Grundschulen und auch zunehmend mehr Vereine beteiligen sich mit eigenen Beiträgen an diesem Kinderfest. Über allem steht alljährlich ein Thema: in diesem Jahr die oft vernachlässigten und wenig beachteten Rechte der Kinder.

Erster Stadtrat Jörg Rotter eröffnete – begleitet von der Europa-Songgruppe der Nell- Breuning-Schule – den Römkids-Tag, der ursprünglich seine Wurzeln rund um die Kulturhalle hatte. Seit der Verlegung auf die Kinder- und Jugendfarm gelingt es jährlich besser, den Angebotscharakter verbunden mit sehr viel Freiraum für alle Besucher in den Mittelpunkt zu stellen. Schrittweise hat der Römkids-Tag vom Farmgelände Besitz ergriffen und die Gäste trauen sich auch in Ecken, in denen keine Gruppe extra zum Spielen und Werken einlädt.

Dem Farmvorstand ist das recht, dass die weitläufigen Möglichkeiten genutzt werden. Vielleicht finden sich dann auch neue Liebhaber für die Pflege. „Rasenmähen und Geländepflege kriegen wir kaum mehr hin, nachdem sich außer dem Vorstand fast niemand engagiert“, bedauert Vorsitzender Thilo Macharowski.

Passend dazu setzte sich der Naturschutzbund beim Römkids-Tag etwa für ein Recht auf eine intakte Natur ein. Für das Recht auf Bewegung machte sich der MTV Urberach mit mehreren Abteilungen wie etwa Tischtennis, Taekwondo oder Tanz stark – die neue Gruppe „Parkour“ ging mit gutem Beispiel voran, half aber auch beim beliebten unterstützend mit. Mit dem MTV gabs erstmals auch attraktive Angebote für die Farmgäste jenseits des Kindergarten- und Grundschulalters. Auch Tanzkinder des MTV unter der Leitung von Ballettlehrerin Susanne Voss luden zum Mittanzen ein. Beliebt wie immer: die Ponys des Reiterhofs Akita, die mit ihrer leichten Last im Dauereinsatz durchs Gelände streiften.

Thematische Beiträge kamen von den vielen Institutionen, die sich auch am Malwettbewerb rund um das Thema Kinderrechte beteiligt hatten – beide Grundschulen und zahlreiche Kindertagesstätten sowie das Team der Kinderbibelwochen der evangelischen Kirchengemeinden. Für eine Koordination der Aktivitäten hatte sich die pensionierte Lehrerin

Christiane Hoffstadt, die gerne auch mit den Eltern über das Thema „Kinder haben Rechte – Kinder brauchen Schutz“ diskutierte.

Flucht vor Regen

RömKids-Tag in Urberach

Einziges großes Manko an diesem Mitmachtag: die Regenschauer, die zwei Stunden zu früh kamen, nach knapp zwei Stunden eines wunderschönen Festes. Zunächst flüchteten alle Farmbesucher und Mitarbeiter unter die Zeltdächer, was zu einer heimeligen und sehr kuscheligen Enge führte und sogar spontanes Vorlesen etwa von Sandra Burca von der JUH Sonnenburg zur Folge hatte. „Die Menschen auf der Farm rückten sehr viel näher zusammen als sonst“, tröstete sich Maria Schmitt-Küchler. Doch beim nächsten heftigen Schauer gingen die durchweichten und fröstelnden Besucher zumeist nach Hause und die Kitas bauten schrittweise ihre Zelte und Tische ab – schade um die viele Arbeit bei der Vorbereitung und die vorbereiteten Speisen und Getränke.

Spontan wurde auch die Auszeichnung der besten Bilder zum Thema Kinderrechte verlegt, voraussichtlich auf den 19. November, den Vortag des bundesweiten Aktionstages für die Kinderrechte, in der Kulturhalle. Dann wird wohl gleichzeitig die aus den Bildern geplante Kalenderedition vorgestellt werden. chz

Quelle: op-online.de

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