Verständnis für Zwang zur Leine

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Das Trio vom Ordnungsamt informierte Hundebesitzer über die Leinenpflicht, die während der Brut- und Setzzeit in weiten Teilen der Gemarkung gilt.

Rödermark ‐ „Sams“ Herrchen hat die Leine einfach gleich daheim gelassen. „Ich dachte, der Leinenzwang gilt erst ab dem 15. März“, meint der Mountainbiker, als Nina Littauer, Günther Braun und Jürgen Frühwacht ihn im Feld zwischen Waldacker und Messenhausen anhalten. Von Michael Löw

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes erinnern den Urberacher nachdrücklich daran, dass Hunde in großen Teilen des Rödermärker Feldes schon seit 1. März an die Leine müssen, drücken ansonsten aber ein Auge zu.

„Wir wollen nicht jeden, der seinen Hund frei laufen lässt, zu einem Bußgeld verdonnern“, nutzt Braun seinen Ermessensspielraum aus. Seine Kollegen und er setzen aufs aufklärende Gespräch.

Ein paar hundert Meter weiter fangen eine ältere Dame und ein Jugendlicher hektisch ihre Hunde ein, als sie das Auto des Ordnungsamtes sehen. Wäre im dem Fall aber gar nicht nötig gewesen, denn sie waren auf Wegen unterwegs, wo Hunde auch während der Brut- und Setzzeit frei laufen dürfen.

Die Streife des Ordnungsamtes trifft an diesem Mittag auffallend viele Hundebesitzer mit Einsicht, die sich zudem mit der Gefahrenabwehrverordnung, zu der der Leinenzwang gehört, auskennen. „Wir wissen genau, wo die Grenze verläuft. Und dann macht‘s ab März klick“, meint Karin Bertram mit eindeutiger Bewegung zum Halsband ihres Westie-Mischlings „Bounty“. Am Eulerweg genießen „Bounty“ und sein Freund „Aragon“ noch die große Freiheit, am Anglerheim ist die Leine angesagt.

Der Leinenzwang gilt bis 15. Juni

„Uns ist es auch nicht recht, wenn unsere Hunde anderen Tieren nachlaufen“, versichert „Aragons“ Besitzerin Elsa Weidler. Nina Littauer bittet sie - quasi stellvertretend für alle Hundehalter -, auch an Spaziergänger zu denken. Nicht jeder mag‘s bekanntlich, wenn fremde Hunde ihm nahe kommen. Andere haben schlicht und einfach Angst und absolut kein Verständnis für die viel bemühte Floskel „Der will doch nur spielen!“.

Die Skizze kann auch auf der Internetseite der Stadt  heruntergeladen werden.

Der Leinenzwang gilt bis 15. Juni, damit Vögel brüten und Säugetiere ihre Jungen großziehen können. Wo Hunde - auf Wegen - frei laufen dürfen, zeigt ein Stadtplan, den Hundebesitzer bei Nina Littauer und Günther Braun im Urberacher Rathaus erhalten.

Der Leinenzwang ist vielen Hundefreundinnen wie Erna Weidler und Karin Bertram bekannt. Eine andere Vorschrift war auch für sie neu. „Aragon“, „Bounty“ & Co. müssen am Halsband einen Anhänger tragen, auf dem Name, Anschrift und Telefonnummer ihrer Halter stehen. Die Steuermarke allein reicht nicht mehr. Der Adressanhänger soll helfen, gefundene Hunde schneller zu ihren Besitzern zurückzubringen. Aber auch die Eigentümer von herum streunenden Beißern lassen sich ohne Umstände ermitteln.

Quelle: op-online.de

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