Videokameras lassen auf sich warten

Rödermark ‐ Die Videoüberwachung der Bahnhöfe in Ober-Roden und Urberach lässt auf sich warten. Knapp zwei Jahre nach einem einstimmigen Beschluss des Stadtparlaments klagt die FDP über absoluten Stillstand, den sie Bürgermeister Roland Kern anlastet. Von Michael Löw

Einstimmig beschloss das Stadtparlament Anfang 2009, die Bahnhöfe mit Videokameras zu überwachen.

„Seit knapp zwei Jahren herrscht absoluter Stillstand“, klagt der FDP-Fraktionsvorsitzende Tobias Kruger und holt zum Rundumschlag gegen Bürgermeister Roland Kern aus: Auf seinem Schreibtisch sei die Sache „versandet“. Während in Nachbarkommunen die Kameras bereits laufen, passiere an den Bahnhöfen von Ober-Roden und Urberach nichts. Kruger und der FDP-Vorsitzende Hans Gensert fordern jetzt Klarheit vom Bürgermeister.

Kern kündigte gestern an, die Fragen der FDP „ordentlich“ zu beantworten: nächste Woche im Ausschuss.

Auch anderswo gibt man sich bedeckt. „Wir sind in Gesprächen mit der Stadt“, erklärte Bahnsprecher Hartmut Lange gegenüber unserer Zeitung. Einzelheiten wollte er nicht nennen, aber grundsätzliche Bereitschaft ließ er erkennen. Getreu der Devise „Wer bestellt, bezahlt auch!“ soll aber die Stadt den Löwenanteil an der Überwachung finanzieren, dank der Bahnkunden sich auf Bahngelände sicher fühlen.

„Die Polizei begrüßt alles, was ein Plus an Sicherheit bringt“, sagte Henry Faltin von der Pressestelle des Präsidiums Südosthessen.

Quelle: op-online.de

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