Videoüberwachung am Bahnhof

Diskrete Aufpasser an der Decke

Rödermark - Der Bahnhof in Ober-Roden ist zwar keine besonders gefährliche Ecke, trotzdem gibt es nun Aufpasser: An der Decke hängen neue Videokameras.

Die Bahnhöfe in Ober-Roden und Urberach, Unterführungen und Parkplätze sind die Orte, die bei den meisten Leuten ein mulmiges Gefühle hervorrufen. Kein Wunder also, dass acht von zehn Rödermärkern Videokameras zur Überwachung dieser „gefährlichen“ Orte fordern. Das waren zwei Erkenntnisse, die der Verein „Bürger für Sicherheit“ 2008 bei einer Umfrage unter mehr als 3.000 Bürgern gewonnen hat. Seither diskutieren Politik, Verwaltung, Bahn, Bundes- und Landespolizei über mehr Sicherheit an den Bahnhöfen, am 19.  Dezember vorigen Jahres wurde die Videoüberwachung in Ober-Roden besiegelt. Jetzt hängen in der Unterführung sechs diskrete Fixkameras; drei schwenkbare Kameras auf den Bahnsteigen werden demnächst montiert. Sie sollen zwielichtige Gestalten abschrecken und das berühmte subjektive Sicherheitsgefühl braver Bürger steigern.

Nach Ansicht der Polizei ist der Bahnhof Ober-Roden aber keine besonders gefährliche Ecke. Ralf Ströher von der Bundespolizei berichtete von 35 Anzeigen, die seine Kollegen voriges Jahr dort aufgenommen hätten. 20 Fälle waren Schmierereien an abgestellten Zügen. Beim Rest handelte es sich um Diebstähle, Vandalismus und Schlägereien, deren Ursache meist Alkohol hieß. Rudi Neu von der Polizei in Offenbach schätzt die Lage ähnlich ein: „kein Schwerpunkt“.

Vorsicht! So werden Sie täglich überwacht

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Quelle: op-online.de

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