Viel Arbeit, wenig Helfer

+
Kreisverband und Ortsgruppe ehrten langjährige Mitglieder des Roten Kreuzes Urberach: Wolfgang Müller (Vertreter des DRK-Kreisverbandes), Robert Löhr (Kassierer), Anneliese Siemoneit, Karl Reitz, Elisabeth Rosenkranz, Margarethe Lang, Günther Meister (Vorsitzender) und Cecilia Schröder (von links).

Urberach - (lö) Mitglieder, die einem Verein über Jahrzehnte hinweg die Treue halten, sind des Vorsitzenden Freud und des Aktivenleiters Leid. Ein Beispiel ist das Rote Kreuz in Urberach, das eine ganze Reihe seiner Gründer für 70 Jahre Mitgliedschaft ehrte.

Aber die Arbeit bei Blutspende- und Sanitätsdienste verteilt sich auf immer weniger junge Schultern.

Das Dankeschön an die ganz Treuen war absoluter Höhepunkt der Hauptversammlung der DRK-Ortsvereinigung. Nachdem 1936 in Ober-Roden das Rote Kreuz gegründet wurde, wollten auch die Urberacher dem nicht nachstehen und riefen 1937 eine Ortsgruppe ins Leben. Von den Gründungsmitgliedern gehören Irmgard Hitzel, Katharina Keller, Margarethe Lang, Karl Reitz, Elisabeth Rosenkranz, Cecilia Schröder und Anneliese Siemoneit heute noch dem Urberacher Roten Kreuz an. Karl Reitz ist sogar seit 1936 DRK-Mitglied, da er bereits in Ober-Roden eingetreten war.

Praktisch alle damaligen Helfer und Helferinnen waren während des Zweiten Weltkrieges in Sanitätseinheiten europaweit eingesetzt. Der Vorsitzende Günther Meister drückte seinen Dank für diese ungewöhnlich lange Mitgliedschaft, die geleistete Arbeit und die Freude darüber aus, dass an der hohen Ehrung, die er gemeinsam mit Wolfgang Müller vom DRK-Kreisvorstand vornahm, so viele noch teilnehmen konnten.

Bei den Vorstandwahlen wurde der Vorstand mit Günther Meister (Vorsitzender), Heinz Groh (stellvertretender Vorsitzender), Robert Löhr (Kassierer) und Jürgen Schneider (Schriftführer) einstimmig für drei Jahre wiedergewählt. Ebenso wurde einstimmig Sebastian Pyka als Aktivenleiter bestätigt.

Die vier Blutspendetermine des Jahres 2008 im Gallusheim erbrachten bei 872 (2007: 846) Spendenwilligen 809 (776) Konserven. Der DRK-Seniorenkreis mit rund 35 regelmäßigen Teilnehmern freut sich nach wie vor über regen Zuspruch und trifft sich einmal monatlich im DRK-Heim am Festplatz.

Ebenfalls guter Nachfrage erfreuen sich unverändert die beiden DRK-Seniorengymnastikgruppen, die sich wöchentlich im Mehrzweckraum der Halle Urberach treffen. Hier sind neue Teilnehmer willkommen, da momentan noch Plätze frei sind.

Ein Sorgenkind stellt nach wie vor der Aktivenbereich mit seinen wenigen Helfern dar, bedauerte Meister. Aufgrund beruflicher Belastungen und Personalknappheit konnten Sanitätsdienste auch 2008 nur wieder Dank der guten Zusammenarbeit mit der DLRG sowie anderen Ortsvereinigungen besetzt werden. Der Vorsitzende weiter: „Hier ist bisher leider keine Besserung eingetreten, da der Ortsvereinigung für eine Veränderung der Situation unverändert die Zeit bei den vorhandenen Helfern fehlt.“ Interessenten steht ein umfangreiches Ausbildungsprogramm sowie viele Möglichkeiten offen, über die sie sich gerne bei Aktivenleiter Sebastian Pyka erkundigen können.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare